Peter OsteriedSchon 1988 wollte Produzent George Lucas die Geschichte der Tuskegee Airmen, den ersten schwarzen Piloten der U.S.-Armee, erzählen, aber er fand kein Studio, das bereit war, einen teuren Film mit einer gänzlich schwarzen Besetzung zu finanzieren. Jedes Studio erklärte, dass der Film im Ausland kaum laufen würde. Nun, da „Red Tails“ da ist, muss man fast zugeben, dass diese Einschätzung so falsch nicht war, denn nur in wenigen Ländern kommt der Film in die Kinos, darunter aber auch Deutschland.
Es wäre zu erwarten gewesen, dass sich der Stoff allen Flugkampfspektakels zum Trotz als Drama präsentiert. Aber es hat nur zum emotional eher schwachbrüstigen Actionfilm gereicht.FazitLucas ließ sich nicht entmutigen, auch wenn er lange Zeit brauchte. Er finanzierte den 58 Millionen Dollar teuren Film schließlich aus eigener Tasche und steckte noch einmal gut die Hälfte der Summe in die Werbung.
Die erste aus Afroamerikanern bestehende Fliegerstaffel des Zweiten Weltkriegs wird nur für leichte Einsätze genutzt. Feindberührung hat es kaum gegeben, aber Colonel A.J. Bullard (Terrence Howard) setzt sich dafür ein, dass seine Männer sich beweisen dürfen. Ihre Chance erhalten die Tuskegee Airmen schließlich, als sie gegen deutsche Flieger ins Gefecht geschickt werden und sich bewähren.
Auch wir waren Helden: Die Tuskegee Airmen bestanden ausschließlich aus afroamerikanischen Piloten.Mit neuen Maschinen ausgestattet, stellt man sie dazu ab, ein Bomber-Geschwader zu beschützen. Eine wichtige Aufgabe, denn bisher ließen sich Kampfpiloten immer weglocken, weswegen die fliegenden Festungen dem Feind schutzlos ausgeliefert waren. Doch die Red Tails, wie man sie nennt, sollen bei den Bombern bleiben, koste es, was es wolle.
Die Geschichte der schwarzen Fliegerstaffel wurde schon mit „Die Ehre zu fliegen – Tuskegee Airmen“ 1995 für das Fernsehen erzählt. Herausgekommen ist damals ein exzellenter Film, der in so mancher Hinsicht auch „Red Tails“ überlegen ist. Denn auch wenn der 1995er Film nicht die exzellenten Effekte bei den Kampfsequenzen hat, so hat er den gerechten Zorn, den ein Stoff wie dieser ausstrahlen muss. Immerhin kämpften die schwarzen Piloten nicht nur gegen die Deutschen, sondern auch gegen zahlreiche Rassisten in der eigenen Armee. Sie mussten sich mehr als jeder Weiße beweisen.
Ein Umstand, der bei „Red Tails“ nur bedingt zum Tragen kommt, aber zumindest nicht gänzlich übergangen wird, wie eine herausragende Szene mit Terrence Howard und Bryan Cranston als rassistischer General sehr schön illustriert.
Die Actionszenen sind spektakulär anzusehen.Was den alten Film ebenfalls auszeichnet, ist die Angst der Piloten, die dort stärker zum Tragen kommt. Im neuen Film hat man nie das Gefühl, dass die Piloten Angst vor dem Tod oder dem Kampf haben – aber nur ein Narr wäre frei davon.
Immerhin aber haben beide Filme eines gemeinsam: Cuba Gooding Jr. Der Oscar-Preisträger hat hier nur eine kleine Rolle inne – der ältere Film hat ihm mehr zu tun gegeben –, aber es ist schön, ihn mal wieder in einem Qualitätsfilm und nicht nur in B-Ware zu sehen.
Regie: Anthony M. HemingwayGenre: Historienfilm, Drama, ActionFilmstart:
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Das nennt man Uncredited.
Der gute George hat sogar einiges selbstpersönlich nachgedreht, unter eigener Regie.
Aber du hast recht, wenn da nichts steht auf Wikipedia dann kann George garnichts zutun haben mit dem Film. :P
Das was in diesem Film mit Fliegrei zutun hat ist dagegen albern, unrealistisch und historisch inkorrekt. Das läßt sich heutzutage auch nicht mehr mit Hollywood entschudligen
Ist natürlich problematisch wenn das in einem Fliegerfilm so ist.
Geh in Rente George...
nach beschuss von einem MASCHINENGEWEHR xD
Krümelkacker ;D
nach beschuss von einem MASCHINENGEWEHR xD