Schon im Vorfeld wurde erklärt, dass der vierte Teil der Reihe zugleich auch den Abschluss bieten sollte. Eine Entscheidung, die zum Teil auch daraus resultierte, dass der direkte Vorgänger bei den Fans weniger gut angekommen ist. Einerseits, weil er Humor in die Geschichte brachte, der fast schon überbordend zu nennen ist, andererseits, weil er nach gut 20 Minuten das Found-Footage-Format verlassen und sich auf eine „normale“ Narrative konzentriert hat.

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Wer nun glaubt, mit „ 4 – Apocalypse“ würde man zu alten Tugenden zurückkehren, der ist schief gewickelt. Im Gegenteil, den Found-Footage-Ansatz hat man nun gänzlich über Bord geworfen. Nur bisweilen gibt es seine Reminiszenz daran, wenn man den Blick durch eine der zahlreichen Kameras an Bord des Schiffes zu sehen bekommt. Dazu kommt eine fahrige, immer nah am Geschehen agierende Handkamera. Aber das ändert nichts daran, dass dieser vierte Film nach klassischem Muster gestaltet ist.

[REC] 4 - Apocalypse - Das Ende ist da – wird die Welt untergehen?

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Der Film erscheint bei uns am 19.12.2014 auf Blu-ray und DVD.
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Isoliert

Die Reporterin Angela Vidal (Manuela Velasco) wird von Guzman (Paco Manzanedo) aus dem Wohnhaus gerettet, in dem sie die schlimmste Nacht ihres Lebens erlebt hat. Aber der Weg führt nicht in die Freiheit, sondern auf ein Schiff, wo Dr. Ricarte (Hector Colome) mit Nachdruck daran arbeitet, einen Retrovirus zu erschaffen, mit dem der Virus, der Menschen in rasende Monster verwandelt, ausgehebelt werden kann. Zwar konnten zwei Ausbrüche des Virus bislang eingegrenzt werden, ohne ein Gegenmittel könnte jeder weitere Ausbruch aber zur Katastrophe führen.

An Bord des Schiffes wird experimentiert, der Virus ist dort vorhanden – und er kommt in Form eines Versuchstieres auch frei. Schnell verbreitet sich das Grauen auf dem Schiff, aber das ist längst nicht alles. Eine weit größere Gefahr lauert noch …

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4 stellt den Abschluss der Reihe dar... Vorerst.
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Rasant

Man kann damit hadern, dass der Film stilistisch mit den ersten beiden Teilen nichts mehr gemein hat, Found Footage als Alleinstellungsmerkmal ist mittlerweile aber auch nichts Besonderes mehr, so dass es im Grunde auch nicht weiter tragisch ist, sondern als Variation innerhalb der Reihe durchaus auch seinen Reiz hat.

Dabei ist die Geschichte natürlich klassisch aufgebaut, nicht unähnlich typischen Zombie-Filmen, die virale Bedrohung wird hier jedoch stärker ausgespielt. Da man eben nicht nur infiziert werden kann, wenn man gebissen wird. Nein, man hat auch ein Problem, wenn ein infizierter Koch sein eigenes Süppchen kocht, um es mal so süffisant auf den Punkt zu bringen.

Kein Found Footage mehr, aber dicht inszenierter Horror.Fazit lesen

Der Krone die Zacken ausschlagen

„4 – Apocalypse“ greift alle Elemente der drei vorherigen Filme auf, auch des dritten mit seiner außer Kontrolle geratenen Hochzeit, und verdichtet sie zu einem Finale, bei dem einerseits alle offenen Handlungsfäden beendet, andererseits die Hintergründe des Virus noch ein wenig mehr beleuchtet werden. Und wie es sich für einen Horrorfilm gehört, gibt es am Ende natürlich schon die Nachklappe, die alle Möglichkeiten offen hält, falls man doch mit einem weiteren Sequel beim Publikum anklopfen will. Sollte dies geschehen, besteht aber immerhin die Möglichkeit, sowohl die Lokalität als auch die Handlungsträger zu wechseln.

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Interessant ist der Hintergrund des Virus, der im zweiten Teil religiös aufgeladen wurde, nun aber um eine weitere Dimension erweitert wird. Es gibt mehr als eine Wahrheit. Oder anders gesagt: Aus mehreren Wahrheiten wird eine, da sie einander begünstigen. Das ist geschickt gemacht, insbesondere, da so mancher die Enthüllung, was es mit dem Virus auf sich hat, nicht mochte – und das geschah immerhin schon im zweiten Teil. Damals war das jedoch erfrischend, weil es der Reihe einen Unterbau gibt, der sie wohltuend von anderen ähnlich gelagerten Filmen abhebt.