"Die Abkehr von der Found-Footage-Technik nimmt dem Film einiges an Wirkung, wirkt er doch nicht mehr so realitätsnah wie die Vorgänger." - Peter Osteried

„Rec 3: Genesis“ ist ein passabler, durchaus ansehbarer Film, der auch dank der schmalen Laufzeit keine Langeweile aufkommen lässt. Er hat jedoch das Problem, dass er nur im ersten Viertel den Found-Footage-Ansatz nutzt, der jedoch verpufft, da er nur für den langweiligen Einleitungsteil mit der Hochzeit eingesetzt wird. Wenn die Action losgeht, wird „Rec 3: Genesis“ zu einem ganz normalen Zombie-Film, der eben auch ganz simpel gefilmt ist. Es gibt nicht mehr den Point of View eines der Teilhabenden, sondern nur noch eine unbeteiligte Kamera.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Es wackelt nicht mehr und man kann dem Geschehen besser folgen. Der Nachteil ist auch klar: So realistisch wie die Vorgänger, speziell aber wie der Erstling, wirkt dieser dritte Teil nicht mehr. Damit büßt er auch einiges an Spannungspotenzial ein.

Dass er mit seiner überdrehten Art dennoch Spaß macht, liegt vor allem an den Hauptdarstellern Diego Martin und Leticia Dolera. Während ersterer in cooler Rüstung herumläuft, empfiehlt sich letztere für einen Platz in der Hall of Fame moderner Scream Queens.

„Rec 3: Genesis“ ist weit davon entfernt, die Klasse des Originals auch nur annähernd zu erreichen – für einen Feierabend mit guter Horrorunterhaltung reicht er aber allemal.