Wurde die Idee hinter dem Animationsfilm "Ralph reichts" von Disney stibitzt? Ein Mann verklagt The Walt Disney Company, da das Unternehmen angeblich seine Idee für einen solchen Film geklaut haben soll.

Ralph reichts - '10 Mio. Dollar'-Klage: Alles nur geklaut?

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Dyke Robinson reichte Klage in einem Gericht in Texas ein und verlangt nun 10 Millionen US-Dollar, weil der Film das Copyright auf das Manuskript "Digiland" verletzen würde.

Das Manuskript reichte er nach eigenen Angaben bei Disney für eine potentielle TV-Serie ein, erhielt jedoch eine Absage. Als er Ralph reichts im vergangenen Jahr sah, soll er schockiert gewesen sein, da der Film reichlich Gebrauch von Digiland macht. So sei angeblich die Welt "Sugar Rush", in der alles aus Süßigkeiten besteht, seine Idee gewesen.

Doch interessanterweise reichte Robinson sein Manuskript im Jahr 2012 ein, so dass Disney bei dem Gerichtsverfahren gute Karten haben dürfte. Ralph reichts kam Ende 2012 ins Kino und brauchte gut drei Jahre, um realisiert zu werden. Unmöglich also, dass Disney die Idee von ihm für den Film verwendet hat, sofern er das Skript wirklich erst vor drei Jahren vorlegte.

Ralph reichts noch nicht

Aktuell befindet sich bei Disney Ralph reichts 2 in Arbeit, doch Details zu dem Projekt sind rar. Wie der englischsprachige Synchronsprecher John C Reilly im Sommer bestätige, wird er natürlich wieder den Antihelden Ralph vertonen. Zudem wurde in der Vergangenheit angedeutet, vielleicht auch Super Mario mit einzubringen.

In dem ersten Teil geht es um den gleichnamigen Kraftprotz, der genug von seiner Zerstörerrolle hat und bisher der Bösewicht in einem alten Arcade-Spiel war. Doch dieses verlässt er und tritt in die moderne Welt der Spiele ein, in der er unbeabsichtigt Chaos auslöst. Im Laufe des Films trifft er auf altbekannte Spielfiguren.

Das ursprüngliche Ralph reichts

Der erste Teil spielte weltweit 471 Millionen US-Dollar ein. Ursprünglich sollte die Welt in Ralph reichts übrigens eine Mischung aus Grand Theft Auto und Die Sims werden. Hier sollte es keine bösen Figuren geben, stattdessen beherrschte dort das Gute. Und natürlich sollte darin all das auftauchen, was Spaß macht: knackige Mädels, Bier, aber auch Haie und Volleyball spielten darin eine Rolle.

Es war also eine Art Social-Game mit einer offenen Welt, in der es kein bestimmtes Ziel gab. Aber letztendlich soll das nicht richtig in den Film gepasst. Regisseur Rich Moore schließt immerhin nicht aus, daraus vielleicht eines Tages einen eigenständigen Film zu drehen.

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