Machen wir es möglichst kurz: "Prince of Persia" ist eine Computerspielverfilmung. Den Rest kennt man. Spätestens ein Uwe Boll hat die Lust auf die Bit & Byte-Umsetzungen komplett getilgt - daran ändert auch die Niederkunft eines zeitlosen Gameklassikers nicht viel. Doch mit Produzent Jerry Bruckheimer im Rücken wird zumindest der Vorwurf des billigen Schnellschusses getilgt. Ein gutes Zeichen?
Inhaltlich gröber als Wüstensand, oberflächlich höchst unterhaltsam - Prince of Persia ist klassisches Bruckheimer-Kino. Im Guten wie im schlechten Sinne.FazitRein oberflächlich betrachtet darf schon mal Entwarnung gegeben werden: Statt es halbgaren Spielverfilmungen wie „Doom“ (der nicht einmal den Anstand hatte, seine Zombies aus der Hölle stammen zu lassen) gleich zu tun und die Vorlage mit Füßen zu treten, indem man die wichtigsten Kernelemente des Stoffes gar nicht erst zur Kinoparty einlädt, wird die Fanbase hier mit allerlei Zitaten bedient.
Entwarnung: Prinz + Persien = glaubhafte Kulisse.Gut, das ist bei einem „Prince of Persia“ jetzt nicht all zu schwer – sofern man einen Prinzen ins Bild stellt und das Ganze in Persien ansiedelt, ist die Dattel eigentlich schon zur Hälfte gegessen. Trotzdem: „Far Cry“ verlegte das paradiesische Eiland der Spielvorlage auch ganz ungeniert ins kanadische Fichtendickicht – zu rechnen wäre also mit allem gewesen. Die Treue zum Original reicht hier allerdings derart tief, dass der persische Prinz nun wirklich alle drei Szenen durch die Szenerie flip-flopt – ganz Jump’n-Run-Vorlage eben.
Und so mischt sich dann klassische Erzählweise mit moderner Bildsprache. Oder anders ausgedrückt: Wir sind nah dran, viel zu nah. In der ersten Actionsequenz des Films erkennt man dann auch erst einmal gar nichts – ein schöner Einstieg. Statt sich an schick gefilmten Kampfszenen zu ergötzen, ergeben sich beim Zuschauer vielmehr eine ganze Reihe drängender Fragen: Warum springt Prinz Dastan nur so viel? Wo ist hier eigentlich oben und unten? Warum sitzt die Kamera in sämtlichen Szenen an Jake Gyllenhaals Gürtel?
Hätte man die Kamera nicht an ihrem Gürtel befestigen können?Es mag löblich erscheinen, dass man hier versucht, die Dynamik der Vorlage möglichst trefflich einzufangen. Nicht so löblich ist allerdings, wenn man im allgemeinen Kameragewackel kaum etwas davon mitbekommt. Die Mischung aus Parkour-Gehopse, Wackelkamera und dreckigen Bildfiltern lässt für einen kurzen Moment die Vermutung aufkommen, Jason Bourne hätte sich als persische Bauchtänzerin verkleidet und im Filmset geirrt.
Skurrilerweise kommt "Der Sand der Zeit" dem Original dabei näher als nötig - oder eher als wünschenswert: Auf jede echte Düne kommen mindestens zwei CGI-Sandwüsten, selbst unwichtige Bildelemente stammen häufig aus der Serverfarm - wobei die Effekte nicht immer überzeugen. Der massive Green-Screen-Überfluss produziert einen seltsam klinischen Beigeschmack - wie in einem Computerspiel.
Dem gegenüber stehen prächtig ausgestattete Tempelgärten und tolle Kostüme. Wenn also zur Abwechslung keine FX-Gurus am Werk sind, sieht „Prince of Persia“ toll aus.
Regie: Mike NewellGenre:AbenteuerFilmstart: Spieldauer: 150 minDarsteller:Ben Kingsley, Alfred Molina, Gemma Arterton, Jake Gyllenhaal
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Ich hoffe das es keinen zweiten Teil geben wird den der Name PoP wurde durch den Film ganz tief in den Mist gezogen
Positiv:
- Oberflächliche, wenn auch (für meinen Geschmack),sehr Unterhaltsame Geschichte, mit einer vorhersebaren, aber coolen Intrige.
- Cooler Hauptdarsteller (der den Prinzen recht gut verkörpert, so wie ich finde)
- Die passende Prise Humor (die in so einem Film nciht fehlen darf)
- Coole (wenn auch manchmal unübersichtliche) Stunts
- Gute Kostüme
Negativ:
- Teilweise billige computer Animationen
- Der Bösewicht, hätte ruhig "noch" gemeiner/fieser sein können
- Die Kämpfe hätte man meiner Ansicht nach besser gestalten können
- Und die Geschichte, nunja ^^ nicht so richtig tiefschürfend, jedoch unterhaltsam (und das ist ja die Hauptsache).
Alles in allem, ein solider Film und eine (meines erachtens) gute Spieleverfilmung.
Man merkt, dass einiges an Potential verschenkt wurde, trotzdem finde ich den Film so gut, dass ich ihn mir auch auf DvD zulegen werde ;)
Mir hat das Gepplänkel zwischen Dastan und Tamina gut gefallen, fast wie im Spiel, auch der Prinz selbst war gut getroffen find ich, ebenfalls +Punkte gibts für Zentrale Elemente, wie bösen Opa, Sand der Zeit und Ende=Anfang=Ende und für die Szene am Ende mit Tamina am Abgrund^^
Abzug gibts allerdings dafür, dass mein Lieblingsspruch nicht kam: "Manche meinen, Zeit sei wie ein Fluss, der immer grade in eine Richtung fließt, doch ich habe das Antlitz der Zeit gesehen und ich sage euch: Sie irren, denn Zeit ist wie ein Ozean im Sturm"
Klingt insgesamt solide und dürfte dem entsprechen, was ich erwartet habe. Wird wohl mal geschaut.
Postal war Bolls Meisterwerk, die andern sind mies.
Alleine schon dieser derbe Humor verdient eine 10/10 Wertung! xD
Ich hätte auf 7/10 getippt, nach dem Artikel.
Wenn ich an Spiele denke, die im 60er Bereich angesiedelt sind, dann muss der Film wirklich schrecklich sein!
Aber mal ehrlich: Wer hat hier Story oder Charaktere erwartet? xD
Ist im Prinzip wie 300: Geil anzusehen, das wars dann auch. Und ich liebe 300!
Schlimm wirds dann, wenn sogar die Effekte versagen (2012, Transformers 2), weil sie zu kurz sind, verglichen mit der Länge.
Hoffe, dass PoP hier nicht scheitert.