Ein geheimer Bieterwettstreit ist im Gange: Hollywood-Studios kämpfen um die Rechte an der Live-Action-Verfilmung eines der größten Franchises aller Zeiten. Wer gewinnt die Rechte an Pokémon?

Pokémon - Live-Action-Verfilmung: Bieterwettstreit um Giganten-Franchise losgebrochen

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Links das Pokémon-Franchise, rechts die Studios, die es haben wollen
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Das von Satoshi Tajiri im Jahre 1995 ins Leben gerufene Franchise, das zunächst als Game Boy-Titel Pocket Monsters [ursprünglicher Titel Capsule Monsters] erschien und sich im Zuge des rasanten weltweiten Erfolgs zu einem gigantischen Franchise mit unzähligen Spielen, Manga, Animes und Merchandising-Artikeln entwickelte, ist derzeit Gegenstand eines Bieterwettstreits zwischen Hollywood-Studios, die alle ein großes Stück vom Pokémon-Kuchen haben. Zum Vergleich: Die enorm erfolgreiche Grand Theft Auto-Reihe von Rockstar Games hat insgesamt über 114 Millionen Exemplare abgesetzt. Dem stehen über 200 Millionen verkaufte Pokémon-Spiele gegenüber.

Geheimer Bieterwettstreit

Eigentlich sollte der Bieterwettstreit streng geheim sein. Aber wie so oft ist die Information über diverse Kanäle mal wieder nach draußen gelangt. Offenbar ist das Ganze auch schon eine Weile im Gange und nähert sich bereits dem Ende. Beteiligte Studios sind unter anderem Warner Bros., die 1999 bereits den ersten Pokémon-Anime ins Kino brachten, Legendary Entertainment, sowie Sony Pictures.

Warner Bros. gilt als Favorit, haben sie doch bereits mit dem Rechteinhaber The Pokémon Company zusammengearbeitet. Allerdings könnten die Rechte auch an Legendary Entertainment gehen. Das Studio zeichnete sich in der Vergangenheit für mehrere Projekte im asiatischen Raum und besonders in Japan verantwortlich. So wurde Gareth Edwards' Godzilla von Thomas Tulls Studio produziert. Zudem engagiert sich das Studio auch im asiatischen Raum. So wurde Zhang Yimous The Great Wall mit Matt Damon und Andy Lau mitproduziert.

China-Japan-Konflikt ein Hindernis?

Andererseits könnte es ein Problem für Tulls Studio sein, dass Legendary Entertainment im Januar vom chinesischen Unternehmen Dalian Wanda Group aufgekauft wurde. China und Japan haben bis heute starke politische und gesellschaftliche Spannungen, und der Umstand, dass eines der größten Erfolgsfranchises des Landes von einem chinesischen Unternehmen zumindest mitproduziert wird, dürfte den Japanern so gar nicht schmecken. Zwar kann man davon ausgehen, dass Legendary Pictures bei der Produktion eher mit Partner Universal Pictures zusammenarbeitet, nichtsdestotrotz sind sie nun Teil eines chinesischen Unternehmens. Das reicht an sich bereits aus für einen Affront.

Für Rechteinhaber The Pokémon Company gibt es nur eine Bedingung: Es muss eine Live-Action-Verfilmung sein, da man in Zukunft auch weiterhin mit japanischen Studios an Anime-Kinofilmen arbeiten will.

Was denkt ihr? Bei welchem Studio wäre das Franchise besser aufgehoben?