Zehn Jahre sind vergangen, seit der Virus in „Planet der Affen: Prevolution“ freigesetzt worden ist. Während der Titelsequenz von „Planet der Affen: Revolution“ zeigt Matt Reeves, was in diesem Jahrzehnt geschehen ist, und das auf globaler Ebene. Die Idee, wie er dies tut, ist interessant und macht Stimmung auf diesen Film, den man schon jetzt als das Blockbuster-Highlight des Sommers bezeichnen kann. Wie schon der Vorgänger wird auch hier ein Film geboten, der seine Geschichte intelligent und emotional packend erzählt. Und zudem auch weit epischer, denn die Zeit des Krieges ist da.

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Die Affen haben in den Wäldern jenseits von San Francisco eine Gemeinschaft errichtet. Sie haben sich weiterentwickelt und sind mittlerweile zahlreich geworden. Anzeichen dafür, dass die Menschen noch leben, wurden schon seit zwei Jahren keine mehr entdeckt, aber dann tauchen ein paar Menschen, angeführt von Malcolm, im Wald auf. Einer verliert die Nerven und schießt auf den Affen Ash. Daraufhin werden die Menschen umzingelt, aber Caesar lässt sie gehen.

Planet der Affen: Revolution - Der Krieg hat begonnen...

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Das Sequel startet bei uns am 07.08.2014 in den Kinos durch.
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Die Menschen suchen im Wald eigentlich nach einem Damm, der zur Energiegewinnung für die Stadt vonnöten ist. Dreyfus, der Anführer der Menschen, ist auch bereit, für diesen Damm zu kämpfen, aber dann tauchen die Affen in der Stadt auf. Krieg wollen sie nicht, Eindringlinge in ihrem Territorium aber auch nicht. Caesar warnt die Menschen, nicht in den Wald zu kommen.

Malcolm hofft, dass er mit Caesar eine Übereinkunft treffen kann. Er bricht mit einigen anderen in den Wald auf, doch auf beiden Seiten – bei Menschen und Affen – gibt es Parteien, die gar kein Interesse an friedlicher Koexistenz haben.

Die Eskalation beginnt

Sequels sind immer eine heikle Sache, umso mehr, wenn das Original jeden überrascht hat, weil smarte Science Fiction mit menschlichem Touch geboten worden ist. Da der Regisseur nun wechselte, war längst nicht sicher, dass „Planet der Affen: Revolution“ dem Vorgänger das Wasser würde reichen können, aber schon in den ersten Minuten überzeugt Reeves.

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Die Affen beschützen ihren Wald. Mit allen Mitteln.
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Diese erste Minuten, in denen die Affen-Gemeinschaft gezeigt wird, in der man sie gemeinsam jagen und leben sieht, ist nicht nur ein effekttechnischer Triumph, sondern auch ein sehr selbstbewusster Einstieg in den Film, bei dem man auf Dialoge verzichtet, denn die Sprache der Affen unterscheidet sich von der unseren. Sie können reden, aber sie nutzen mehrheitlich Zeichensprache. Das ist ein interessantes Merkmal, um die Affen von den Menschen abzuheben, eine Notwendigkeit, die auch Caesar in falsche Sicherheit wiegt.

Eine Effektspektakel, das darüber hinaus jedoch nicht vergisst, eine epische und smarte Geschichte zu erzählen.Fazit lesen

Denn in der Essenz des Films geht es einerseits darum zu zeigen, wie Situationen immer weiter außer Kontrolle geraten können, bis es kein Zurück mehr gibt, andererseits wird der Affe als Spiegelbild des Menschen dargestellt. Das ist keine neue Weisheit und natürlich von jeher Kern dieser Filmreihe gewesen, „Planet der Affen: Revolution“ ist aber der notwendige „Mittelfilm“, der Caesar sein eigenes Glaubenssystem überdenken und zu unangenehmen Erkenntnissen kommen lässt.

Ungleichgewicht

Im Vergleich zu den Affen sind die Menschen in diesem Film etwas unterentwickelt. Das gilt vor allem auch für Gary Oldmans Figur, die zwar deutlich weniger negativ gezeichnet ist als im Trailer, aber als Getriebener der Situation nur auf eine Art reagieren kann. Die übrigen Figuren sind relativ farblos, auch und besonders Malcolm, der in diesem Film sein soll und muss, was James Franco im Original war. Aber im Vergleich zu den Affen bleiben die Menschen relativ uninteressant.

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Können Menschen und Affen noch immer koexistieren?
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Das könnte man als eine der Schwächen des Films ansehen, ebenso wie der Umstand, dass die Geschichte zwar in sich logisch, aber auch ein Stückweit vorhersehbar präsentiert ist. Man weiß, wer sich wie verhalten wird, weil die Figuren so gestaltet sind, dass sie gar keine andere Wahl haben. In der Beziehung war der Vorgänger deutlich überraschender, aber dafür ist dieser Film nun sehr viel epischer.

Die große Schlacht zwischen Menschen und Affen ist ein actiontechnisches Sahnestückchen, bei dem Reeves auch einige faszinierende visuelle Einfälle aufbieten kann.

Das Ende ist der Anfang

Der Film steuert auf ein Ende zu, das die Bühne für noch größere Geschichten bereitet, denn dieser erste Konflikt zwischen Affen und Menschen, der auf Augenhöhe stattfindet, wird hier im Grunde nur angekratzt.

Es ist eine der Stärken des Films, die Aussichtslosigkeit einer eskalierenden Situation zu zeigen, was in einem bitteren, jedwede Hoffnung zerschmetternden Schlussbild kulminiert.