Wo der erste Teil noch ein klassischer Sportler-Film war und zeigte, wie ein Underdog sich gegen alle Widerstände beweisen und zum Sieger aufsteigen kann, wurde das Genre für das Sequel komplett geändert. Was Disneytoon hier bietet, ist im Grunde ein Katastrophenfilm, nur dass hier niemand sterben muss. Immerhin ist die rundum gelungene Geschichte natürlich auch und vor allem für Kinder gedacht. Ältere Zuschauer haben aber auch ihren Spaß.

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Dustys Leben ist nicht mehr, was es mal war. Er, der große Rennflieger, kann einfach nicht mehr. Sein Getriebe ist im Arsch, wenn er in den roten Bereich geht, dann war es das. Absturz, finito, Schluss mit Lustig. Ein neues Getriebe gibt es nicht, da seines schon so alt ist, dass sie nicht mehr hergestellt werden.

Aber Dusty gibt nicht auf, er möchte etwas aus seinem Leben machen. Darum will er als Sprühflieger Feuer löschen und wird im Piston Peak Nationalpark ausgebildet. Mit Blade, Windlifter, Dripper und den Feuerspringern Dynamite und ihren Kollegen schließt er schnell Freundschaft, er muss aber auch merken, dass es hier um mehr geht als nur um das Gewinnen eines Rennens. Wenn er hier versagt, dann sterben Leute.

Planes 2 - Immer im Einsatz - Ein brandheißer Film

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Der Film kommt bei uns am 14.08.2014 in die Kinos.
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Hinein ins Feuer

Der Humor ergibt sich vor allem aus den Eigenheiten der Figuren, aber auch den knuffigen Designs der Hubschrauber, Flugzeuge und Autos. Im Kern ist „Planes 2 – Immer im Einsatz“ aber ein Katastrophenfilm, der entsprechend auch beeindruckende Bilder großer Waldbrände bietet. Und nicht nur das, die Action-Sequenzen, wenn Dusty und seine Freunde zum Löschen antreten, sind mit erhebendem Pathos inszeniert – und musikalisch mitreißend unterlegt. Besonders schön ist der erste Einsatz, der vom hämmernden Sound von AC/DCs „Thunderstruck“ unterlegt ist.

Die Löscheinsätze sind zweifelsohne die besten Szenen in diesem Film, hier kann er problemlos auch mit realen, dramatischen Filmen mithalten. Die Geschichte selbst ist allerdings nicht besonders originell. Sie folgt den üblichen Mustern des Genres inklusive eines dummen Egoisten, der die Leben von vielen aufs Spiel setzt, weil er nicht evakuieren will. Darüber hinaus hat man natürlich auch die wichtige Szene mit dem Absturz einer Figur, die dadurch dem Tode nahe ist, was den Protagonisten Dusty dazu bringt, sich endlich zusammenzureißen und die Sache ernst zu nehmen.

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Regie führte diesmal Bobs Gannaway (Das Geheimnis der Feenflügel).
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Der einzige Unterschied zu einem Realfilm? Bei dem Absturz wäre einer gestorben, hier müssen Verletzungen ausreichen. Um aber dennoch zu verdeutlichen, dass dies ein gefährlicher Job ist, gibt es an der Wand eines Hangars eine Tafel mit Fotos der im Einsatz Gefallenen.

CHoPs

Der Humor zielt nicht nur auf ein junges Publikum ab. So gibt es Ausschnitte aus einer Serie zu sehen, in der eine der Hauptfiguren mitspielte: „CHoPs“. Das bezieht sich natürlich auf die fast gleichnamige Serie „CHiPs“, in der in den 1970er Jahren zwei Motorrad-Cops für Recht und Gerechtigkeit gesorgt haben. Hier sind es eben zwei Hubschrauber.

Das ist auch für sich witzig, wenn man „CHiPs“ kennt – und das wird in erster Linie bei einem etwas älterem Publikum der Fall sein –, dann ergibt sich eine weitere Ebene, erinnern die beiden Hubschrauber doch auch an die beiden Hauptfiguren.

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"Planes 2 - Immer im Einsatz"
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Kurz geraten

„Planes 2 – Immer im Einsatz“ ist ein recht kurzer Film, aber damit überstrapaziert er auch nicht die Geduld des etwas älteren Publikums. Er versteht sich mehr als ein Abenteuerstoff, denn als etwas Komisches, wobei er immer wieder die Balance findet und auch aus dramatischen Szenen humoriges Potenzial herausholt. Ein paar der Gags sind dann aber doch eher für Kids, insbesondere denkt man hier an den Furz-Witz mit dem alten Feuerwehrauto Mayday.

Sympathische Disneytoon-Produktion, die nach Mustern eines Katastrophenfilms erzählt ist.Fazit lesen

Technisch gibt es hingegen nichts zu bemängeln. Die Flugszenen sehen in 3-D sehr schön aus, generell sind die Flugzeuge toll gestaltet. Hier werden auch Kameraperspektiven gewählt, die bisweilen etwas aus der Norm fallen, dem Film aber zusätzlichen Reiz verschafft. Aufgrund des Themas wirkt der Film ernsthafter als sein Vorgänger, auch ernsthafter als viele andere Disney-Animationsfilme. Da ist es nur recht und billig, dass dem Film eine Widmung vorangestellt ist: Für alle Feuerwehrmänner, die ihr Leben für andere riskieren.