"Typischer Wer-nicht-bei-Drei-aufm-Baum-ist-wird-gefressen-Film. Inkompetenter Trash." - Peter Osteried

„Piranhaconda“ ist die Art Film, bei der offensichtlich der Titel zuerst existierte und man sich dann eine hanebüchene Geschichte dazu ausgedacht hat. Die weicht nicht im Mindesten von der erprobten Formel Dutzender Riesenmonsterfilme (bevorzugt aus Roger Cormans Billigschmiede, gerne aber auch von The Asylum) ab, so dass Kenner der Materie dem Film immer ein paar Schritte voraus sind.

Spannung im eigentlichen Sinne kommt darum nicht auf. Das versucht Wynorski mit Action auszugleichen. Immerhin, das gelingt ihm einigermaßen gut. Nicht, weil die Action besonders gut in Szene gesetzt wäre oder ansonsten punkten könnte, sondern einfach, weil damit Bewegung in den Film kommt. Die Gefahr des Einnickens ist damit zumindest minimiert.

Der Film ist eine Ansammlung purer Inkompetenz. Mies gespielt, grauenhaft ausgeleuchtet, in der Inszenierung schäbig und mit Effekten, für die man sich schon vor gut einem Jahrzehnt geschämt hätte. „Piranhaconda“ zeigt beeindruckend, wie es nicht geht. Angeblich hat das Filmchen eine Million Dollar gekostet. An sich eine Menge Geld, aber da die meisten Asylum-Titel mit einem Fünftel auskommen, dürfte auch „Piranhaconda“ in Wahrheit viel weniger verschlungen haben. Geld, nicht Bikini-Babes. Von letzterem wird hier einiges vertilgt. Beinahe hat man den Eindruck, es hier mit Happy Meals auf Beinen zu tun zu haben.

Das einzige, was bei „Piranhaconda“ wirklich punkten kann, ist der schräge Titelsong, der von der weithin unbekannten, aber elegant benannten Band Cheetah Whores zum Besten gegeben wird. Wenn schon nichts anderes, dann hat man nach Sichtung dieses Machwerks den Song als Ohrwurm im Gehirn – und wird ihn auch so schnell nicht wieder los.

Was den Film betrifft: Im Grunde reicht es vollkommen, wenn ihr euch nur den Trailer anschaut. Die 2,5-Minuten-Version des Films ist die einzig Wahre!

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Piranhaconda - Official Trailer #1