Bislang hat sich Johnny Depp bezüglich der Anschuldigungen ihm gegenüber in Bezug auf Missbrauchsvorwürfe seiner Ex-Frau Amber Heard stets zurückgehalten. Doch in Zusammenhang mit seinem nächsten Film Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Rache hat er nun sein Schweigen gebrochen und sich erstmals dazu geäußert.

Der phantastische Cast zu Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Rache

In Zeiten von #Metoo und SJW wird nur allzu gern der Grundsatz In dubio pro reo, sprich Im Zweifel für den Angeklagten ignoriert. Das musste auch Johnny Depp am eigenen Leib erfahren, als seine Ex-Frau Amber Heard ihn im Scheidungskrieg des Missbrauchs bezichtigte. Obwohl Aussage gegen Aussage stand, war Depp seither für nicht wenige "gebrandmarkt". Das bekam vor allen Dingen das Filmteam von Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Rache zu spüren. In Petitionen forderten sie, dass der Schauspieler gefeuert werden solle, denn "Johnny Depp in diesem Film zu belassen, wird nur einem barbarischen und andere missbrauchenden Mann bestärken".

Regisseur Yates stand und steht aber hinter seinem Star: "Bei Johnny Depp habe ich den Eindruck, dass es eine Person auf ihn abgesehen und etwas behauptet hat. Ich kann nur von dem Mann erzählen, mit dem ich jeden Tag zu tun habe: Er ist voller Anstand und Freundlichkeit. Und das ist alles, was ich sehe. Was auch immer für Vorwürfe existieren sollten, sie stimmen nicht überein mit dem Menschen, mit dem ich gearbeitet habe."

Auch Schöpferin Joanne K. Rowling verteidigte Depps Besetzung: "Basierend auf dem Wissen über die Umstände sind die Filmemacher und ich nicht nur zufrieden damit, an unserer Originalbesetzung festzuhalten, wir freuen uns auch ehrlich darüber, dass Johnny Depp einen wichtigen Charakter im Film verkörpert."

Depp selbst hielt sich bislang bedeckt, brach nun aber sein Schweigen, wohl auch um das bald startende Sequel deutlich von den Umständen zu distanzieren. "Ich werde ehrlich sein", so der 55-Jährige. "Mir tat Joanne K. Rowling leid, dass sie sich mit all diesen unterschiedlichen Emotionen der Leute da draußen herumschlagen musste. Ich fühlte mich schlecht dabei, dass sie all das auf sich nehmen musste. Dabei besteht eine echte Kontroverse. Fakt ist, dass man mich zu Unrecht beschuldigte. Und das ist der Grund, warum ich The Sun wegen Diffamierung durch ständige Wiederholung falscher Anschuldigungen verklagen werde."

Rowling, so Depp, habe den Beweis seiner Unschuld gesehen und wisse daher, dass er zu Unrecht beschuldigt wurde. Daher habe sie ihn auch öffentlich in Schutz genommen. "Sie würde nicht zu mir stehen, wenn sie nicht die Wahrheit wüsste", erklärt er.

Synopsis

Am Ende des ersten Filmes wurde der mächtige und dunkle Zauberer Gellert Grindelwald (Johnny Depp) vom Makusa, dem Magischen Kongress der Vereinten Staaten von Amerika, gefangen genommen - mit etwas Hilfe von Newt Scamander (Eddie Redmayne). Aber, so wie er es angekündigt hatte, entkam Grindelwald aus der Gefangenschaft und versammelt nun seine Gefolgschaft, die seine wahren Absichten nicht kennt: Mit Reinblut-Zauberern die Welt der Normalsterblichen zu beherrschen. Um Grindelwalds Pläne zu durchkreuzen, sucht Albert Dumbledore (Jude Law) die Hilfe seines ehemaligen Schülers Newt Scamander, der einwilligt, ihm zu helfen, ohne sich über die Gefahren im Klaren zu sein, die noch auf sie warten werden. Grenzen werden überschritten, als Liebe und Loyalität selbst unter wahren Freunden und Familie auf die Probe gestellt werden in einer zunehmend gespaltenen Zaubererwelt.

Neben Johnny Depp als Gellert Grindelwald spielen noch Eddie Redmayne als Newt Scamander, Jude Law als Albus Dumbledorre, Katherine Waterston als Tina Goldstein, Ezra Miller als Credence Barebone, Zoe Kravitz als Leta Lestrange, Carmen Ejogo als Seraphina Picquery und Dan Fogler als Jacob Kowalski mit in Regisseur David Yates' Sequel zu Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind.

Der Kinostart von Regisseur David Yates' Phantastische Tierwesen 2: Grindelwalds Verbrechen ist der 15. November 2018.