Ein Mann und eine Frau im Bett. Eine Kamera läuft. Es ist Nacht. Man erwartet eigentlich, dass ein Geist sich umtut, aber dem ist nicht so. Der Mann legt Hand an sich, wie man unschwer an den Bewegungen unter dem Laken erkennen kann. Wer das lustig findet, ist bei „Paranormal Whacktivity“ genau richtig.

Wer das nicht lustig findet, hat anderthalb lange und langweilige Stunden vor sich. Weil: Parodien produzieren kann wirklich jeder, aber eine zu machen, die eine Gag-Kaskade abfackelt, mit der sich das Publikum unterhalten lässt? Das ist verdammt schwer, wie man Jahr für Jahr bei üblen Parodien à la „Die Pute von Panem“ sieht. „Paranormal Whacktivity“ spielt in derselben Liga.

Paranormal Whacktivity - Eine (Sex-) Parodie auf Paranormal Activity? Das haben wir schon besser gesehen. Schlechter geht kaum…

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Hey! Schon wieder eine Parodie auf Avatar. Wer hätte damit gerechnet?
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Michael und Kasey sind schon lange zusammen, aber miteinander geschlafen haben sie bislang nicht. Der Akt soll nun feierlich stattfinden, vor allem aber für die Ewigkeit konserviert werden. Michael möchte das größte Sexvideo aller Zeiten aufnehmen, aber Kasey hat da ihre Bedenken. Vor allem auch, weil sie überhaupt nicht heiß ist, was auch daran liegt, dass seit dem Einzug in ihr neues Heim ihre Stimmung gegen Null tendiert, sie dafür aber heiße, erotische Träume hat, nach denen sie absolut befriedigt aufwacht.

Als zwei Priester kommen, um das Haus zu segnen, zeigt sich, dass in diesem Haus mehr vorgeht, als Michael und Kasey zuerst dachten. Eine dämonische Präsenz ist hier aktiv, die dafür sorgt, dass zwischen Michael und Kasey einfach nichts geht …

Flach, flacher, am Flachesten

Dass Filme dieser Güteklasse keinen feingeistigen Humor bieten, versteht sich von selbst. Man erwartet ihn auch nicht. Es darf durchaus plakativ sein, das Niveau darf auch ruhig etwas niedriger angesiedelt sein, aber unterm Strich sollten ein paar Lacher dabei sein. Das Problem: „Paranormal Whacktivity“ ist eine alberne Sexklamotte, bei der man sich wünschen würden, dass „albern“ auch mit „lustig“ übersetzt werden könnte. Allein, es geht einfach nicht.

Paranormal Whacktivity - Eine (Sex-) Parodie auf Paranormal Activity? Das haben wir schon besser gesehen. Schlechter geht kaum…

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Hauptthema des Films: nackte Haut.
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Als das Pärchen merkt, dass ein Geist da ist und es Kasey jede Nacht besorgt, wollen sie professionelle Hilfe. Zuerst kommt eine Nutte (weil: eine Professionelle), dann ein Triebtäter und schließlich ein Ghostbuster, der so tut, als sei er die Ernie-Hudson-Figur aus dem Film. Das ist schon nicht mehr lustig, das ist so übel, dass es fast körperlich weh tut.

Funktioniert weder als Parodie auf 'Paranormal Activity' noch als Komödie.Fazit lesen

Dazu kommen Ideen der Filmemacher, die keinerlei humoristischen Mehrwert bieten. Etwa, wenn Michael das Sexvideo aller Sexvideos drehen will und dazu professionelle Filmemacher anheuert, die das Drehen des Videos dokumentieren sollen.

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Diesen Film könnt ihr getrost ignorieren. Auch wenn es bei solchen Bildern schwer fällt.
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Dieser Film wäre in Ordnung …

… hätte das Drehbuch ein Zehnjähriger geschrieben. Dem könnte man den misslungenen Versuch, witzig zu sein, zumindest nachsehen, aber wenn Erwachsene sich in derartigem Schwachsinn ergehen, dann ist es nur traurig.

Selbst wenn man übersieht, dass kein einziger Gag zündet, muss man diesem Machwerk attestieren, dass weder Autor noch Regisseur irgendeine Ahnung davon hatten, was sie taten. Die Geschichte ist hanebüchen. Geschenkt. Aber wieso das angebliche Pärchen so wirkt, als würde es sich hassen, lässt der Film offen.

Menschen, die ineinander verliebt sind, benehmen sich anders. Selbst in miesen, kleinen Parodien. Nur in „Paranormal Whacktivity“ verzichtet man darauf. Wer braucht schon sympathische Hauptfiguren? Identifikationsfiguren für das Publikum? Überflüssig.