Im Grunde macht „Out of the Dark“ nichts falsch. Was hier geboten wird, ist routinierte Grusel-Unterhaltung, die technisch einwandfrei gestaltet und mit ein paar bekannten Namen versehen ist. Das Problem dabei: Aufgrund der Besetzung kann man natürlich gewisse Entwicklungen vorhersehen. Allerdings gilt das ohnehin für den kompletten Film.

Was sich die Autoren David und Alex Pastor zusammen mit Javier Gullón ausgedacht haben, ist frei von jedweder Originalität. Das ist umso enttäuschender, weil die Pastors mit „Carriers“ und „The Last Days“ deutlich interessantere Arbeiten abgeliefert haben, aber die haben sie auch inszeniert.

Out of the Dark - Geisterschema F?!

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Der Film erscheint am 26.06.2015 auf Blu-ray und DVD.
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Alles beginnt im Jahr 1992. Ein Mann ist allein in seinem großen Anwesen. Es ist nachts, alles scheint ruhig. Doch dann mehren sich die unerklärlichen Ereignisse und ganz plötzlich steht er einigen Kindern gegenüber. Wenige Momente später ist der Mann tot.

Gut 20 Jahre später kommen Sarah (Julia Stiles), ihr Mann Paul (Scott Speedman) und Töchterchen Hannah (Pixie Davies) nach Kolumbien. Sie beziehen dasselbe Haus. Alles scheint normal zu sein. Paul arbeitet zuhause, Sarah leitet die Firma ihres Vaters Jordan (Stephen Rea), alles scheint ideal zu sein.

Aber dann geschehen merkwürdige Dinge im Haus und Paul erfährt von der Historie dieses Ortes, an dem Eroberer vor 500 Jahren unzählige Kinder entführt und bei lebendigem Leib verbrannt haben. Diese Kinder scheinen nun hier zu sein, ihr unruhiger Geist treibt sie voran, an all jenen Rache zu nehmen, die ihnen Unrecht antaten. Aber warum haben sie es auf die Harrimans abgesehen?

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08/15-Horror aus der Dose.
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Das kleine Einmaleins des Grauens

Das ist eine Frage, die sich der versierte Horrorfilmkenner natürlich sofort beantworten kann. Natürlich ist diese Geschichte um die Konquistadoren nur eine falsche Fährte, das kann man schon meilenweit gegen den Wind schnuppern. Und das nicht nur, weil die Geschichte sonst noch einfallsloser wäre als sie es ohnehin schon ist, sondern weil man Stephen Rea besetzt hat.

Es ist die Crux vieler Filme, dass man schon anhand der einen oder anderen Besetzungsentscheidung erkennen kann, in welche Richtung eine Geschichte geht. Dass Rea als Firmenboss Dreck am Stecken hat, kann man sich nicht nur denken, man weiß es einfach. Weil diese Art Geschichte das einfach erfordert.

Richtig funktioniert das allerdings nur, wenn man nicht schon dutzendfach Geistergeschichten gesehen hat. Das ist aber das generelle Problem von „Out oft he Dark“. Er ist so frei von jeder originellen Idee, dass es hier schlicht und ergreifend nichts gibt, das man nicht schon häufig gesehen hätte.

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Wer sich mit Horror auskennt, weiß, was ihn erwartet.
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Selbst die Gruselmomente sind ausgesprochen unspektakulär. Im Endeffekt verweigert sich das Ganze sogar des billigen Mechanismus des Jump-Scares. Schneller Schnitt, laute Musik, da zuckt man wenigstens mal zusammen. Hier ist das nicht geboten, womit letztlich nur ein bisschen gruselige Atmosphäre bleibt.

Schön gefilmt

Rein optisch gibt es nichts zu mäkeln. „Out of the Dark“ ist schön umgesetzt, stilvoll inszeniert, so fotographiert, dass die Drehorte im kolumbianischen Bogota auch gut zur Geltung kommen. Aber von einer schönen Optik kann man sich natürlich nichts kaufen, am wenigsten Unterhaltungswert.

Einfallsloser Horror von der Stange.Fazit lesen

Der ist in milder Form vorhanden. Man kann diesen Gruselstreifen schon kucken, wenn wirklich gerade nichts Besseres zu tun ist. Er schafft es, die Aufmerksamkeit halbwegs zu halten, aber viel ist das natürlich nicht. Immerhin ist er damit aber auch auf DVD und Blu-ray besser aufgehoben als im Kino.