Es sind Bilder einer zerstörten Welt, mit denen „Oblivion“ zu verzaubern weiß. Oder besser: einer zerstörten Zivilisation. Denn die Welt, so die Botschaft des Films, dreht sich weiter, heilt, blüht auf, wird wieder, was sie einstmals war, bevor der Mensch kam. Bevor er wie ein Parasit den Planeten ausbeutete, ohne sich darüber Gedanken zu machen, was die Zukunft bringt.

„Oblivion“ ist Joseph Kosinskis Verbeugung vor der Science-Fiction der 70er, jener vor „Star Wars“, die sozialkritisch und dystopisch die Probleme des Heute in eindringliche Geschichten von Morgen verpackte.

Außerirdische – die sogenannten Plünderer – griffen die Erde an. Sie zerstörten den Mond, was für die Erde verheerende Auswirkungen hatte. Die Menschen wehrten sich – am Ende mit Atomwaffen. So wurden die Plünderer zurückgeschlagen, aber der Planet war verheert. Die Menschen suchten nach einer neuen Heimat und fanden sie auf dem Saturnmond Titan. Doch um diesen bewohnbar zu machen, werden die Ressourcen der Erde benötigt.

Riesige Hydroschiffe pumpen schon seit Jahrzehnten das Wasser ab. Damit das funktioniert, steht mit Jack (Tom Cruise) und Vika (Andrea Riseborough) ein Team bereit, das die Schiffe mit Hilfe von Drohnen beschützt und diese auch wartet. Denn noch immer treiben sich Plünderer auf der Erde herum, die eine potenzielle Gefahr für die Menschheit darstellen.

Als ein Raumschiff auf der Erde abstürzt, ist Jack zur Stelle. Es gibt nur eine Überlebende, aber ihre Ankunft verändert alles. Urplötzlich stellt Jack in Frage, was er immer geglaubt hat. Er beginnt zu verstehen, dass dieser letzte Kampf der Menschheit bedeutsamer ist, als er das je für möglich gehalten hätte.

Oblivion - Tom Cruise im Kampf gegen das Vergessen - und Aliens

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Tom Cruise tut das, was er am besten kann: rennen.
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Unter Plünderern

„Oblivion“ beschäftigt sich mit der Frage des Raubbaus an einer Welt und stellt Mensch und Außerirdischen gegenüber. Beide sind auf ihre Art so unterschiedlich nicht, der Invasor geht nur einen Schritt weiter und ist in der Wahl seiner Mittel aggressiver. Könnte es ihm der Mensch gleichtun, würde er es. Zumindest der Mensch, der vor dem großen Krieg existierte, der Mensch, wie er im Hier und Heute existiert.

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Kosinskis „Oblivion“ hat eine einfache „Zurück zur Natur“-Botschaft, die er durch seine Hauptfigur propagiert, die nicht wirklich nach Titan aufbrechen, sondern viel lieber in einem Holzhaus am See leben will. All das verpackt der Film natürlich in eine actionreiche Geschichte, denn nur mit schönen landschaftlichen Bildern lässt sich Publikum für einen 120-Millionen-Dollar-Film natürlich nicht ins Kino locken.

Oblivion - Tom Cruise im Kampf gegen das Vergessen - und Aliens

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Zukunftsvision: Die Erde hat sich zurückerobert, was ihr gehört.
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Vom Trailer zum Film

„Oblivion“ ist einer der wenigen Filme, deren Trailer nicht zu viel verraten. Häufig kann man anhand des Trailers bereits die Geschichte skizzieren, dem verweigert sich dieser Film jedoch. Dadurch bietet er etwas, das das Salz in der Suppe eines jeden Kinojahres ist: Blockbuster-Bilder und -Action, die die Intelligenz des Zuschauers nicht beleidigt und zugleich eine Geschichte erzählt, deren Verlauf überraschen kann, zugleich aber auch einen klassischen Anstrich verpasst bekommen hat. Die Mixtur teils bekannter Ingredienzien ist es, die Rosinski hier zur Kunstform erhebt. Das Ganze wird zu mehr als der Summe seiner Teile.

Prächtige Bilder, phantastische Musik und eine Geschichte voller Überraschungen zeichnen diesen Film aus.Fazit lesen

Fragen ohne Antworten

Man könnte „Oblivion“ vorwerfen, dass er zum Ende hin Erklärungen schuldig bleibt, allerdings gilt dies auch nur, wenn man nicht gewillt ist, sich ob der Ereignisse eigene Gedanken zu machen. Der Film rückt den Zuschauer in die Position der Protagonisten, für die – wie für jeden Menschen im eigenen Leben – auch nicht für alle Fragen ausufernde Antworten gefunden werden. Dementsprechend ergeht sich der Film in seinem Finale nicht in Exposition, sondern lässt die Kraft der Bilder und die Macht der Emotion sprechen.