Dem Film vorangestellt ist ein Zitat aus Herman Melvilles „Moby Dick“, in dem er das Monster in der Tiefe beschreibt. Den Machern von „Nymph“ schien es angemessen, dieses zu benutzen. Immerhin ist es auch in „Nymph“ ein Monster aus den Tiefen, das Jagd auf ahnungslose Männer macht.

Nymph - Mysteriös. Verführerisch. Tödlich. - Offizieller Trailer

Zwei junge Frauen machen Urlaub und treffen auf einen alten Freund. Sie verbringen eine gute Zeit und beschließen, zu einer Insel zu fahren, auf der eine alte Festung steht, die von den Nazis einst als Konzentrationslager genutzt wurde. Dort treffen sie auch auf das Böse in Menschengestalt, denn sie beobachten, wie ein Fischer einen Eimer mit menschlichen Überresten entsorgt. Der Mann bemerkt, dass er beobachtet wird und setzt nun alles daran, die unliebsamen Mitwisser umzubringen.

Doch das ist längst nicht das einzige Problem der Urlauber, denn am Grund der Festung lauert etwas im Wasser, das tödlicher ist, als sie es sich vorstellen können: eine Nymphe, eine gefährliche Meerjungfrau, eine Sirene, wie sie in den alten Legenden beschrieben wird.

Nymph - Mysteriös. Verführerisch. Tödlich. - Im Wasser lauert der sexy Tod

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Der Film erscheint bei uns am 29.08.2014 auf Blu-ray und DVD.
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Serbischer Horror

Anders als „A Serbian Tale“, der an Widerwärtigkeit kaum zu überbieten ist, kommt mit „Nymph“ ein Film aus Serbien, der sich an klassischen Monster-Geschichten orientiert und einiges hat, mit dem sich punkten lässt, nicht zuletzt einen Altstar, den man bei einem Low-Budget-Film wie diesem nicht vermutet hätte: Franco Nero.

Der altehrwürdige Django-Darsteller spielt hier einen alten Fischer, der von der Gefahr der Nymphe weiß und sich ihr entgegenstellen muss. Das ist eine durchaus substanzielle Rolle, die vor allem am Ende stark an Bedeutung zulegt. Nero verleiht dem Film auch eine Gravitas, die ansonsten nicht da wäre. Er adelt diesen kleinen Horror-Schwank.

Packshot zu Nymph - Mysteriös. Verführerisch. Tödlich.Nymph - Mysteriös. Verführerisch. Tödlich.

Monster gut, ansonsten durchwachsen

Der Film ist nicht frei von Problemen. Zu lange ergeht er sich im Leerlauf, den man zwar als Vorstellen der Figuren definieren könnte, der diesem Ziel aber nicht gerecht wird. Der lange Kampf mit dem alten Mann auf der Festung ist dann auch weniger dazu angetan, den Zuschauer in Verzückung zu setzen. Das übernatürliche Element fehlt hier einfach, auch wenn zum Ende hin klar wird, dass der Killer in dieser Geschichte durchaus eine Daseinsberechtigung hat.

Nymph - Mysteriös. Verführerisch. Tödlich. - Im Wasser lauert der sexy Tod

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Schöne Bilder und Urlaubsfeeling... Wäre da nicht das Monster im Wasser...
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Letzten Endes möchte man aber mehr vom Monster sehen, dass als Meerjungfrau eine schöne Frau ist, aber sich blitzschnell in ein männerfressendes Monster verwandeln kann. Die Make-up-, aber auch die CGI-Effekte sind auf hohem Niveau und deutlich besser als man bei einem Film dieser Güteklasse erwarten würde.

Die Szenen mit dem Monster sind naturgemäß das Highlight des Streifens, wobei vor allem das Finale zu punkten weiß. Generell gilt, dass „Nymph“ einiges an Potenzial hat, das aber nicht immer abruft. Eine klarere Vision beim Drehbuch hätte hier doch Wunder wirken können.

Nymph - Mysteriös. Verführerisch. Tödlich. - Eine Meerjungfrau zum Anbeißen

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Urlaubsfeeling

Regisseur Milan Todorovic nutzt die natürlichen Ressourcen seiner Heimat sehr effektiv. Bei „Nymph“ kommt echtes Urlaubsfeeling auf. Glasklares Wasser, ein toller blauer Himmel, wunderschöne Landschaften; mit all dem punktet „Nymph“, der es versteht, auch durch die Nutzung dieser Örtlichkeiten wertiger auszusehen.

Kein Überfilm, aber gefällige Genre-Kost vor grandioser Urlaubskulisse.Fazit lesen

Da nimmt man es auch gerne hin, dass die Hauptdarsteller nicht gerade schauspielerische Leuchten sind. Sie schlagen sich in ihren Rollen ordentlich, mehr aber auch nicht. Gleiches gilt für die Hintergrundgeschichte der Nymphe, die von Franco Nero in einer stimmungsvollen Sequenz zum Besten gegeben wird, aber irgendwie erscheint, als würden ein paar essenzielle Teile fehlen.