Es ist mal wieder Endzeit. Also irgendwie halt. Ein Atompilz muss da reichen, danach laufen ein paar kampferprobte Gestalten irgendwo durch die Pampa, lassen markige Sprüche ab und tun so, als wäre eben Endzeit. Nur gut, dass die Apokalypse nicht auch noch alle Autos zerlegt hat. Das erleichtert das Erreichen besagter Pampa. Wir befinden uns in der „Ninja Apocalypse“.

Ninja Apocalypse - Trailer

Ob die Ninja an der Apokalypse schuld haben? Schwer zu sagen, interessiert aber auch keinen. Es laufen ohnehin nur wenige Gestalten herum, die an Ninjas erinnern. Die meisten Martial-Arts-Haudegen in diesem Streifen sehen aus, als kämen sie gerade aus dem Dojo.

Aber gut, Endzeit also. Irgendwie gibt es da einige Ninja-Clans, die miteinander im Clinch liegen. Warum, weiß man nicht. Seit wann auch nicht. Ist wie mit der Schuldfrage zur Apokalypse – schlichtweg uninteressant.

Ninja Apocalypse - Mortal Kombat meets Street Fighter

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Der Film erscheint am 26.09.2014 auf Blu-ray und DVD.
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Der große Obermufti aller Ninjas, der Meister Fumitaka (Cary-Hiroyuki Tagawa), ist des ewigen Kämpfens leid. Er hat alle Clans zu sich gerufen, zu einem Friedenstreffen, das – weil’s so eine schöne Location ist – in irgendeinem räudigen Bunker stattfindet. Gekommen ist auch Cage (Christian Oliver), Anführer des verlorenen Clans (Warum er verloren ist? Muss das wirklich interessieren?). Der kommt mal wieder in Streit mit seinem Erzfeind Hiroshi (Ernie Reyes Jr.), aber alle reißen sich am Riemen.

Dann wird Fumitaka aber ermordet. Der Verdacht fällt auf Cage, weswegen alle anderen Ninjas Cage und seine Kumpane durch den Bunker jagen.

Das ist nicht nur grob, sondern auch samt und sonders die Handlung. Was folgt, ist nichts, das man als Geschichte bezeichnen würde. Es wird einfach nur noch gekämpft …

Packshot zu Ninja ApocalypseNinja Apocalypse

Mortal Kombat meets Street Fighter

„Ninja Apocalypse“ verzichtet weitgehend auf eine Handlung und präsentiert stattdessen reihenweise Kämpfe, bei denen es nicht nur auf rasante Handkantenschläge ankommt. Denn die Kämpfer können auch Lichtbälle werfen, ihre Fäuste zum Glühen bringen oder Schwerter mit einer Art Energie versehen. Gerade letzteres sieht ziemlich cool aus. Es erinnert an die Lichtschwert-Kämpfe aus den „Star Wars“-Filmen.

Ninja Apocalypse - Mortal Kombat meets Street Fighter

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Ninja! Und eine Apokalypse! Was kann jetzt noch schief gehen?
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Die übrigen Kampfeinlagen mit den Helden und Schurken scheinen direkt inspiriert zu sein von gängigen Spielen wie „Mortal Kombat“ oder „Street Fighter“. Auf einer oberflächlichen Art und Weise unterhält der Film auch so, wenn man denn richtig Lust auf gut choreographierte Kampfeinlagen hat, die ohne tiefere Geschichte daherkommen.

Laien unter sich

Ein paar Schauspieler verfügen über halbwegs vorhandene Fähigkeiten, manche sind aber extrem schlecht und leiern ihre Texte extrem uninspiriert herunter. Im Besonderen gilt dies für die Schurkenfigur, die am Ende auch noch die hanebüchene Motivation zum Besten gibt, warum sie tun musste, was getan wurde.

Ninja Apocalypse - Mortal Kombat meets Street Fighter

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84 Minuten Endlos-Gekloppe.
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Einem Schauspieler wie diesem ist natürlich auch nicht geholfen, wenn die Dialoge grausam hölzern sind. An denen haben auch gestandene Mimen wie Cary-Hiroyuki Tagawa zu knabbern, während sich Leute wie der deutsche Christian Oliver daran schon auch mal die Zähne ausbeißen. Besonders am Ende, als sein Gegner seinen Fehler einsieht und verspricht, dass Cages Land geschützt werden wird, wird es pathetisch peinlich, wenn er antwortet: „Wir wollen nicht euren Schutz, wir wollen euren Respekt.“

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Monster

Die Macher dachten sich wohl, erklären muss man eh nichts, die Kämpfe richten es schon. Darum gibt es auch reptilienartige Menschen und zombieähnliche Monster, die hier ihr Unwesen treiben und immer dann auftauchen, wenn es kampftechnisch gerade gut in den Kram passt. Einen tieferen Sinn sollte man dahinter nicht suchen, der ganze Film ist nur entstanden, um möglichst viele Kämpfe drehen zu können. Immerhin sind die ganz gut gemacht, auch wenn es auf Dauer ein wenig ermüdend ist.