Nach der britischen Comedy-Serie „Spaced“ und den Kino-Exportschlagern „Shaun of the Dead“ und „Hot Fuzz“, allesamt unter der Regie von Edgar Wright, sowie kleineren Nebenrollen in „Mission: Impossible III“ und „The Good Night“ ist Simon Pegg nun auch endgültig im US-Mainstream angekommen. Selbst dort, an der Seite etablierter Stars, versprüht er noch viel von seinem liebenswerten Charme, während er in „New York für Anfänger“ ansonsten aber offenbar einen Gang zurückschrauben und sich nach „Run, Fatboy, Run“ vielmehr erneut als romantischer Held beweisen muss.
Der Film von „Curb Your Enthusiasm“-Regisseur Robert B. Weide produziert klassisches Romantic-Comedy-Material mit verhaltenem satirischem Einschlag: Sehr komisch, etwas bissig und manchmal auch ein wenig obszön, erweist sich Weides Kinodebüt letztlich als zu brave und verhaltene Upper-Class-Komödie, die jedoch durch ein grandioses Casting besticht.
Society-Kritik trifft lockerleichte Romanze: Dank des großartigen Simon Pegg spielt sich "New York für Anfänger" in die cineastische Upperclass.FazitDer Originaltitel, „How to Lose Friends & Alienate People“, umschreibt treffend die Folgen des beruflichen Imagewechsels von Sidney Young (Pegg), einem englischen erfolglosen Klatschreporter, den es nach einem überraschenden Jobangebot nach New York verschlägt. Young existiert wirklich, heißt mit Vornamen aber eigentlich Toby und hat seine großstädtischen Erfahrungen im gleichnamigen Erfolgsroman verarbeitet, auf dem „New York für Anfänger“ schließlich basiert.
Willkommen in der Welt der Reichen und Schönen: Sidney fühlt sich sichtlich wohl im neuen Metier.Bei seinem neuen Arbeitgeber, dem trendigen Sharps Magazine (eine filmische Umdichtung, Vorlage ist die Vanity Fair), bekommt Sidney zunächst allerdings nicht viel zu tun. Sein Chef Clayton Harding (Jeff Bridges) hält ihn an der kurzen Leine, der leitende Redakteur Lawrence Maddox (Danny Huston) behandelt ihn wie einen Fußabtreter, und die Sympathien seiner liebreizenden Kollegin Alison (Kirsten Dunst) hat Sidney unglücklicherweise schon am Abend vor Arbeitsbeginn verspielt.
Die ersten zwei Drittel des Films schildern deshalb genüsslich das Scheitern des tollpatschigen Engländers, der von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt, sich auf Partys blamiert oder es sich mit Celebrities verscherzt, und Pegg ist bekanntlich genau der Richtige für derlei zottelige Albernheiten und Verlierer-Attitüden. Auf dessen physische Komik und Exaltiertheit folgt schließlich immer das unschuldige Lächeln eines kleinen Jungen – selbst nachdem er einen Hund unschön beseitigt hat, kann man ihm kaum böse sein. Das Image des britischen Knuddel-Komikers, es wird auch hier ausreichend bemüht.
Wer kann da schon wiederstehen: Megan Fox spielt die Society-Bitch Sophie.Die Seitenhiebe gegen High Society- und Star-Gebären sitzen, verlieren aber schon durch ihre Fiktionalität einiges an Schlagkraft. Möglicherweise ist „New York für Anfänger“ aber auch von vornherein nach gängigen Romantic-Comedy-Regeln gestrickt, und man vermisst das letzte Quäntchen Böswilligkeit deshalb zu Unrecht: Immerhin arrangiert sich der Film von Beginn an mit der Luxusphilosophie der Modemetropole, deren Manierismen selbst bei den vielen kruden Nebenfiguren (Megan Fox und Gillian Anderson z.B.) noch irgendwie sympathisch wirken.
Regie: Robert B. WeideGenre:KomödieFilmstart: Darsteller:Jeff Bridges, Gillian Anderson, Simon Pegg, Kirsten Dunst
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Das mit Star Trek wusste ich nicht, danke für den Hinweis. Pegg als Scotty, da freu' ich mich schon drauf. Langsam wird der Film immer attraktiver.
Im nächsten Jahr wird Pegg als Scotty in STAR TREK zu sehen sein, danach neben Nick Frost in PAUL. Eigentlich sollte die Cornetto-Trilogie (deren erste Teile SHAUN und FUZZ bilden) von Edgar Wright in Kürze beendet werden, wieder mit Pegg und Frost, aber das scheint erst einmal auf Eis zu liegen.
Mal sehen welches Projekt der Kerl nun angeht, vielleicht sagt der nächste Film mir ja mehr zu.
Werd wohl auf die DVD warten und ihn mir dann ma ausleihen ;-)