Nachdem sich Filmemacher Zack Snyder aus privaten Gründen ein knappes Jahr aus dem Filmgeschäft zurückgezogen hatte - und in der Zwischenzeit lediglich mit einem per Smartphone inszenierten Kurzfilm experimentierte - kehrt er nun zurück - und zwar zu seinen Wurzeln: Snyder inszeniert Army of the Dead für Netflix.

Zack Snyders Dwn of the Dead löste 2004 einen wahren Zombie-Boom aus

Mit dem Remake des Romero-Klassikers Dawn of the Dead löste der bis dato als Filmemacher aus der Musikwelt bekannte Zack Snyder 2004 einen regelrechten Zombie-Boom aus, von dem selbst Altmeister George A. Romero profitieren konnte mit Land of the Dead und weiteren Dead-Streifen. Der Erfolg ebnete Snyder den weiteren Weg in Hollywood, der allerdings immer mehr im CGI-Gewitter versandete. Nach einer Schaffenspause aus privaten Gründen ist Snyder allerdings zurück: Gemeinsam mit seiner Frau Deborah Snyder und seiner neu gegründeten Produktionsfirma Stone Quarry produziert Snyder den kommenden Zombiestreifen Army of the Dead für den Streamingdienst Netflix. Dabei wird er auch als Regisseur zu Werke gehen. Das Drehbuch verfasst Joby Harold basierend auf einer Idee Snyders, die er bereits 2007 hatte, also gar nicht so lange nach dem Erfolg von Dawn of the Dead. Doch offenbar darbte diese seither bei Warner Bros. vor sich hin. Nun hat sich Netflix die Rechte gesichert und will das Projekt zügig vorantreiben. Noch in diesem Sommer sollen die Dreharbeiten des 90-Millionen-Dollar-Projekts beginnen. In Army of the Dead stellt ein Mann eine Truppe aus Söldnern zusammen, um im zombie-versuchtem Las Vegas den größten Raub aller Zeiten abzuziehen.

"Mir wurden gänzlich keine Fesseln auferlegt", lob Synder im Interview, der nach dem tragischen Tod seiner Tochter endlich wieder loslegen will. "Ich dachte mir, dass es einen reinigenden Effekt haben könnte, wieder voll einzusteigen und etwas Lustiges, Episches und ebenso Verrücktes und Durchgeknalltes im bestmöglichen Sinne zu machen. Ich liebe große Action, ich liebe große Sequenzen. Mein Gehirn beginnt zu rattern und ich dachte mir, 'Wir müssen das jetzt drehen!'. Die Sequenzen zu ersinnen hat mich wirklich angetrieben."

90 Millionen Dollar Budget und "keine Grenzen" für die kreativen Köpfe, das ist Netflix, wie man den Streaming-Riesen kennt. Im Rennen um das Behalten der Krone - Disney startet demnächst den eigenen und von Experten als potenziellen Netflix-Killer eingestuften Streamingdienst Disney+ - muss das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Los Gatos seinen Vorsprung weiter ausbauen. Hier setzt es vor allem auf Eigenproduktionen. Eben solche wie Army of the Dead.