Bird Box ist ein riesiger Streaming-Hit für Netflix. Aber ob das auch so gewesen wäre, wenn man die Monster hätten sehen können. Sandra Bullock glaubt nicht, denn die Monster sahen angeblich zu lachhaft aus.

Um nicht in Gefahr zu geraten, müssen die Überlebenden in Bird Box ihre Augen verschließen

Innerhalb von nur einer Woche will Regisseurin Susanne Biers Horrorfilm BirdBox laut Netflix von rund 45 Millionen Accounts aufgerufen worden sein. Das sei ein einmaliger Erfolg. Die Kritiken selbst sind zwar durchwachsen, aber vermutlich wären sie noch wesentlich schlechter ausgefallen, hätte man die Monster, die man den gesamten Film über nicht sehen kann, mal zu Gesicht bekommen. Denn laut Hauptdarstellerin Sandra Bullock waren sie alles andere als bedrohlich: "Es war schlangenähnlich", so Bullock über das Design der Kreaturen. "Und ich sagte, 'Ich will es nicht sehen, bis es soweit ist. Bringt es einfach in den Raum. Wir drehen dann einfach.' Ich drehe mich also um und es bringt mich zum Lachen. Es war nur ein fettes, langes Baby."

Drehbuchautor Eric Heisserer ergänzte, dass einer der Produzenten die Auffassung vertrat, dass man die Kreatur an einem Punkt nun mal sehen müsse. Also schrieb er eine Szene, in der Bullock einem dieser Wesen gegenüber steht. Aber wer gruselt sich schon vor einem schlangenähnlichen Wesen mit einem Babygesicht? In einem Anime mag das funktionieren, aber in einem Film?

Dennoch wurde die Szene laut Regisseurin Bier abgedreht. Viel Energie habe man darauf aufgewendet. Aber statt Grusel erzeugte die Szene eher eine unfreiwillige Komik, jedes Mal habe Bullock nur lachen müssen - ein Todesurteil für einen Horrorfilm und die Immersion. "Wir schicken die Szene zu Saturday Night Live", scherzt Bier. Da ist sie offenbar besser aufgehoben.