Denkt man heutzutage an Science Fiction-Filme, tauchen als erste Assoziationen fette Special Effects und knallige Weltraumschlachten auf. Dass Science Fiction aber auch ganz anders kann, beweist „Moon“, der zwar ebenfalls im Weltall spielt, doch dort keine einzige Laserkanone abfeuert und auch keine bunten Spandex-Hosen in den Kleiderschrank hängt. Wo so etwas wie „Transformers 2“ seine Science Fiction-Aspekte lediglich als Potenz-Möglichkeit höchst irdischer Zerstörungsorgien einsetzt, wird hier sowohl zurück- als auch ganz weit nach vorne geblickt.
„Moon“ steht in der Tradition des Science Fiction-Kinos der sechziger und frühen siebziger Jahre, als das Genre sowohl kühne als auch subversive Zukunftsvisionen à la „2001“, „Solaris“ oder „Silent Running“ hervorbrachte. Das große Thema war damals die Erzählung menschlicher Geschichten inmitten einer entmenschlichten Umwelt und, daran anknüpfend, die aus dem Clash zwischen Mensch und Maschine, bzw. Fortschritt entstehenden Probleme. Science Fiction als kontroverser Abenteuerspielplatz, das unendliche Weltall als Inspiration für unendliche Entwicklungsmöglichkeiten.
Die Rückkehr klassischer siebziger Jahre-Science Fiction; „Moon“ beweist, dass im Weltraum auch ohne Laserschwerter spannende Entdeckungen möglich sind.FazitDie wichtigsten Bestandteile von „Moon“ sind eine Raumstation, ein Schauspieler, ein mit sanfter Stimme sprechender Bordcomputer und ein paar Miniaturmodelle knuffig aussehender Mondfahrzeuge. Inmitten dieser reduzierten Umgebung entfaltet Sam Rockwell, der Schauspieler, ein enigmatisches Psychogramm eines vereinsamten Wartungstechnikers, der ganz alleine die mit dem Abbau der Mond-Ressourcen beschäftigten Maschinen warten muss. Einzig Gerty, der sanfte Bordcomputer, leistet ihm Gesellschaft, und ab und zu erreichen ihn auch Videobotschaften seiner Familie.
Sam Rockwell feiert eine beispiellose, darstellerische Tour de Force ab.Man könnte „Moon“ durchaus als existenzialistisches Science Fiction-Drama einstufen, womit aber hier wohl kaum ein Blumentopf zu gewinnen ist und außerdem die tatsächlichen Möglichkeiten des Films klar unter Wert verkauft werden. Die eigentlich zu erwartende langsame Aufreibung des Menschen an den kalten Maschinen ist nämlich bereits passiert und wird nur soweit noch ausgeführt, als es uns den Menschen näherbringt und das Spielfeld für die dann folgenden Haken eingrenzt. Schon bald darauf folgt ein Unfall mit einem Mondfahrzeug und auf einmal sind nicht ein, sondern zwei Wartungstechniker anwesend. Der Mann, der auf den Mond fiel, steht plötzlich seinem aufgeräumten Spiegelbild gegenüber.
Sicher könnte man noch länger über die Geschichte von „Moon“ schwadronieren, doch damit würden die weiteren spannenden Überraschungen des Drehbuchs zerspoilert werden. Was zu Beginn nach einer verdammt drögen „ichwerdelangsamkirre“-Spirale riecht, erholt sich nach dem Unfall zu einem fintenreichen Puzzle, dessen Bausteine genau die richtige Mischung zwischen abgefahren und nachvollziehbar aufweisen. „Moon“ ist bis zum Ende ein ruhiger bis subtiler Film, doch trotzdem gerät der Kinosessel nie in Gefahr, von ungeduldigen Pobacken blankgerutscht zu werden. In gewisser Weise bleibt es ja bei einer kammerspielartigen „one man show“, doch dank der zugleich schlichten und äußerst kniffligen Tricktechnik bekommt man trotzdem noch viel mehr zu sehen.
Regie: Duncan JonesGenre:Drama, Science FictionFilmstart: Spieldauer: 97 minDarsteller:Kaya Scodelario, Sam Rockwell
Snow White & the HuntsmanKinostart: 31. Mai 2012 Video ansehen
Pakt der RacheKinostart: 01. Juni 2012
Ein Jahr vogelfrei!Kinostart: 14. Juni 2012 Filmkritik lesen
Mass Effect 3
Diablo 3 KomplettlösungKomplettlösung: Alle Quests, Klassenguides, Tipps
Diablo 3 TestJetzt endlich: unser finaler Test mit Wertung
Risen 2: Dark Waters KomplettlösungMit der Komplettlösung die Meere befreienMit der derzeitigen und auch weiteren Benutzung dieser Seite stimmen Sie unseren Nutzungsbestimmungen zu.
Copyright 2003-2012, Webguidez Entertainment GmbH
Impressum | Team | Jobs | Netzwerk | Get Hosted | FAQ | Kontakt
gamona Server und Datenbanken werden professionell gewartet von der Comtrance GmbH
an alle die sich über zuwenig Inhalt in der Filmkritik beschweren: Je weniger man am Anfang über den Film weiß desto besser ist er.
Ausserdem sind Filme auf einem richtigen Fernseher und einer richtigen Soundanlage sowieso viel geiler.
@Topic
Ich werd mir den Film auf jeden Fall anschauen. Klingt sehr interessant.
MfG Jac
beim letzten Punkt betrifft das aber leider nur 5% der Bundesbevölkerung :( bzw das nachdenken allgemein.
Wozu auch Philosophie wenns Pornos gibt? *würg*
ein muss für jeden, der auf gute unterhaltung steht und auch mal gerne über das im film gesehene nachdenkt!
dir empfehle ich folgenden bericht:
www.chip.de/.../RIAA-rechnet-ab-Filesharer-Jagd-ist-Minusgeschaeft_43822351.html
der wieder beweisst das nicht raubkopierer der wirtschaft schaden, sondern die wirtschaft der wirtschaft schadet ^^ dazu mal ab das sehen von Streams berührt keinerlei rechtsverletzung ;) nur das bereitstellen dieser.
vielleicht gab es einfach auch nichts mehr darüber zu schreiben, weil er ja so subtil ist ._.