Egal wie hoch der Blutzoll im Kino ist, egal wie gräßlich die Fratzen der Dämonen sind, die gerade über eine Gruppe Teenager herfallen - für gewöhnlich sind es die Urängste, die uns Zuschauern den größten Schrecken einjagen. Vorbeihuschende Schatten, rote Augen im Dunkel oder knarzende Türen - selbst hartgesottene dürften diese Phänomene nicht kalt lassen
Mit eben dieser Idee spielt "Mirrors", der erste Titel in unserer neuen Rubrik "gamona Vorgespult": An dieser Stelle wollen wir euch ab sofort in unregelmäßigen Abständen über kommende Projekte informieren, die bisher vielleicht nicht auf jedermanns Kinowunschzettel gestanden haben.
Ben Carson (Kiefer Sutherland) muss den Polizeidienst quittieren und in einem verfallenen New Yorker Kaufhaus als Nachtwächter arbeiten. Auf seinen Rundgängen durch die finsteren Hallen und Gänge reflektieren gewaltige Zierspiegel düstere Bilder der Vergangenheit. Sind die geisterhaften Erscheinungen nur Hirngespinste?
Schon bald sieht sich Carson einer teuflischen Macht gegenüber, die über Spiegel in unsere Welt tritt und das Leben seiner Frau und Kinder bedroht. Carson muss sich dem schaurigen Geheimnis hinter den Spiegeln stellen, aber die Wahrheit wird ihn bis ins Mark erschüttern.
Der Mann hinter "Mirrors" ist niemand Geringeres als Hollywoods derzeit liebstes Horror-Wunderkind: Alexandre Aja wischte im Jahr 2003 mit der Konkurrenz den Boden auf - sein drittes Werk "Haute Tension" (High Tension) war schockierend brutal und intelligent zugleich, wurde in Deutschland aber lediglich in die DVD-regale verbannt. Geschnitten natürlich.
Klar, dass Hollywood ein junges Talent wie Aja nicht im Ausland belässt: 2006 beauftragte man den Franzosen mit dem Dreh eines Remakes, "The Hills have Eyes" übertraf sogar seine Vorlage, das immerhin zu den Horrorklassikern gezählte Frühwerk von Wes Craven "Die Hügel der blutigen Augen".
Mit "Mirrors" kommt jetzt Ajas zweite große US-Produktion - und ist wieder ein Remake. Im Jahr 2003 erschien "Geoul sokeuro" (Into the Mirror) in Süd-Korea und wurde ein respektabler Erfolg. Für seine Neuinterpretation hat Aja den Stoff nun selbst abgewandelt und inszeniert.
Für die Hauptrolle konnte einen Mann gewinnen, der in Hollywood lange Zeit als abgeschrieben galt: Kiefer Sutherland konnte vor allem in den 80ern große Erfolge feiern (Lost Boys, Flatliners, Young Guns), in den 90ern wurde es jedoch zusehens still um den als Bad Boy gescholtenen Mimen. Erst die Erfolgsserie "24" beendet Sutherlands Durststrecke.
Alexandre Aja bleibt seinem kompromisslosen Stil übrigens auch hier weitestgehend treu: Neben allerlei Suspense, fiesen Schockeffekten und Gruseleinlagen, dürfen sich vor allem Gorehounds und Splatterfreunde den Kinostart vormerken. Erste Clips versprechen bereits jetzt einige deftige Effekte und reichlich Kunstblut.
Trotzdem dürfte "Mirrors" nicht zum hohlen Gemetzel verkommen. Die Story um mytseriöse Mächte im Spiegel ist zwar nicht wirklich neu, könnte dank Jungregisseur Aja aber zumindest visuell einige frische Ideen hinzugewinnen.
Wir freuen uns auf den Kinostart am 30.10.2008





















recht taufrisch noch xD Lief am Freitag auch in den USA an. ^^
verliert aber nach einer unnötig ekligen Szene rasch an Reiz. Nicht, dass ich was
gegen exzessive Gore-Orgien hätte, aber bei einem Film, in dem ansonsten
kaum ein Tropfen Blut vergossen wird, ist so etwas unsinnig. Und explodierende
Nonnen tun da ihr übriges, ebenso wie die Jack Baur Momente im Finale.
Gucken kann man es, aber von einem Undergroundtip ist das vor allem dank
Kiefer Sutherland weit entfernt. Mal sehen ob die Kiefer-Szene dann im Oktober
bei uns auch wirklich noch enthalten ist xD