Mirrors – Filmkritik

Kiefer Sutherland im Spiegelkabinett des Schreckens

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von Peer Kröger, 28. Oktober 2008 14:02 Uhr

Alexandre Aja wird als Regiewunderkind gehandelt – seine beiden ersten Filme High Tension und The Hills Have Eyes wurden von Genrefans und Kritikern gefeiert. Nun legt der Franzose mit seinem zweiten Remake "Mirrors" nach. Und die Erwartungen an den Spiegelschocker sind hoch!

Spieglein, Spieglein an der Wand

Die Logik hat einen Sprung: Mirrors glänzt nicht, sondern bleibt leider matt!FazitUm es vorweg zu nehmen: Schlecht ist „Mirrors“ nicht, aber auch nicht das erhoffte Meisterwerk. Alexandre Aja hat sich – wie es derzeit in Hollywood häufig geschieht – eines asiatischen Vorbilds bedient und den koreanischen Schocker Into the Mirror (Geoul Sokeuro) von 2003 geremaket, wobei er dem Original zwar treu bleibt, aber keine direkte Neuverfilmung liefert. Glücklicherweise lässt Aja seine eigene, sehr prägnante Handschrift erkennen und erweist sich einmal mehr als Meister düsterer Bildkompositionen.

Screenshot zu: Kiefer Sutherland im Spiegelkabinett des SchreckensIn den Spiegeln des alten Kaufhauses verbirgt sich etwas Grausiges.

„Mirrors“ spielt zu großen Teilen in den ausgebrannten Überresten eines Luxuskaufhauses: Die poröse Farbe platzt von den Wänden, überall stehen die halb verkohlten Überreste nackter Schaufensterpuppen und riesige, polierte Spiegel bieten einen tollen Kontrast zu den morbiden Hallen. Kamera, Beleuchtung und Musik tun ihr Übriges, um dem Zuschauer bei Ben Carsons Runden durch das Gemäuer wohlige Schauer über den Rücken laufen zu lassen.

Ben Carsons Familienleben ist zerrüttet, der Alkohol ein zu guter Freund. Um nach einem folgenschweren Berufsunfall sein Leben wieder auf die Reihe zu bekommen, nimmt der Ex-Cop einen Job als Nachtwächter in einem alten, ausgebrannten Luxuskaufhaus an. Doch etwas stimmt in dem alten Gemäuer nicht: Die riesigen Spiegel des einstigen Konsumtempels zeigen nicht immer das, was sie sollten. Schlimmer noch: Die Reflektionen entwickeln ein mysteriöses Eigenleben, das alsbald mordsgefährlich wird.

Screenshot zu: Kiefer Sutherland im Spiegelkabinett des SchreckensEffekthascherei? Einer der beiden Protagonisten dieses Bildes ist die zentrale Figur einer völlig überzogenen Gewalt-Sequenz.

Soweit die Ausgangslage der im Grunde sehr interessanten Story: Das gruselige Setting mit den unheimlichen Spiegelbildern ist erfreulich nah im realen Alltag verwurzelt und erzeugt so schnell puren Horror. Doch leider wird die Handlung zunehmend unlogisch und dämlich, gerade die finale Auflösung und der Showdown nerven eher, als dass sie den Zuschauer zufrieden stellen würden – zu konstruiert wirken manche Wendungen, die mit aller Gewalt auf überraschende Aha-Effekte getrimmt wurden. Gerade hier fühlt man sich an Ajas Erstling High Tension erinnert, der noch aus seiner Feder stammte und an einem ganz ähnlichen Problem litt – der schlechten Auflösung der Handlung.

Kommentare 10
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Oytun22.09.2011 20:55
Einer der langweiligsten Horrorfilme, den ich je gesehn hab -____________-
Von wegen, man traut sich ne weile nicht mehr in den Spiegel zu gucken etc.
Im Film gab es keine einzige spannende oder erschreckende Szene.... Bin sehr enttäuscht und kann den Film wirklich NIEMANDEM empfehlen.
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gina14.09.2009 22:41
SPOILER--warnung----

der film is ganz ok, bis zu dem zeitpunkt als diese anna den dämon wieder in sich nimmt und alle spiegel explodieren, bis dahin wärs das perfekte ende gewesen, wenn dann nicht, dieser dumme und unlogische wendepunkt kam und er sich der gespiegelten welt sieht, wo andere ihn nicht sehen und er nur über den spiegel indirekt kommunizieren kann.
warum passiert das ?
das verwirrt doch nur den zuschauer..
einfach nur ein hohles einfallsloses offenes ende.
ende. ;)
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nina08.12.2008 20:21
also ich habe schon lange nicht mehr so einen guten horrorfilm geguckt nur das ende hat mich entäuscht, aber in allgemeinen ist er top kommt an the Grudge an!
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Shino21.11.2008 18:44
Mir hat der Film recht gut gefallen, grade weil er so toll dieser Hilflosigkeit ausstrahlt... Das hat mir bei The Ring schon so gut gefallen. Ich war von Ende auch sehr überrascht aber ich hoffe dass ein zweiter Teil folgt und das ganze noch mal ein bisschen klarer macht (wie bei The Ring)
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quakegottquakegott29.10.2008 21:59
Also des ende hat mich auch sehr überrascht. ob es mich enttäscht hat kann ich nicht sagen - aber auf jeden fall würde es mich interessieren ob es da ne fortsetzung gibt :)
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Clarios29.10.2008 14:26
Danke David, hab schon nach ganz unten gescrollt und dann nur die dicken Buchstaben gelesen. Gleich wieder nach ganz oben geflüchtet :)

Werd ihn mir Morgen wohl mal in einem Lichtspielhaus meines Vertrauens anschauen...
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David HainDavid Hain28.10.2008 20:51
Leute, bitte mit Spoiler-Warnung - mancher Leser möchte doch noch überrascht werden ;)

Hab das mal editiert
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Gottkaiser28.10.2008 19:11
Ohne diese beiden Dinge wäre der FIlm definitiv besser gewesen, obwohl die Szene im Bad schon was für sich hatte xD Habe selten ein so geschocktes Kinopublikum erleben dürfen.
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stalker198428.10.2008 17:05
muss mich meinen Vorredner anschliesen. Fällt zwar nicht negativ auf aber die Badszene war schon übertrieben
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schizophren28.10.2008 16:41
SPOILER-ALARM!
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ich hab den film auch schon gesehen, und da sind mir vorallem die szene, in der die schwester stirbt und das ende neagtiv im sinn geblieben.
die passen einfach nicht zum restlichen film.
da hätte man mehr rausholen können
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Mirrors
Mirrors FilmplakatRegie: Alexandre AjaGenre:HorrorFilmstart: Darsteller:Julian Glover, Jason Flemyng, Amy Smart, Kiefer Sutherland
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