Bevor ihr die Mistgabeln zückt und die Fackeln anzündet. Bevor ihr die gamona-Büros aufsucht und unsere Räume in Brand steckt. Bevor ihr völlig Amok lauft, seid gewarnt. Menschen nehmen die Welt und ihre Wunder auf unterschiedliche Weise wahr. Sie verarbeiten anders, speichern Daten auf unterschiedlichen Festplatten und lassen einiges an persönlicher Erfahrung mit in ihre „professionelle“ Meinung fließen. Eure Erfahrung mit „Minions“ könnte also leicht von der unseren abweichen. Vor allem, wenn ihr gut zwanzig Jahre jünger seid … Oder vierzig Jahre älter.

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Drei kleine Minions und kein Kontrabass

Vor dem Wesentlichen, ergründen wir den Inhalt. Könnten wir die richtigen Worte für unsere Eindrücke finden, die es euch ermöglichen würden, unsere Gedankengänge zu visualisieren, dann würdet ihr wohl Bilder von spärlich lustigen Clowns sehen, von Zuckerwatte, kleinen, süßen Hündchen, Gags von der letzten Seite der Sonntagszeitung und einen großen Haufen Schmalz.

Minions - Respekt! Macht! BANANA!

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Der Film läuft bei uns am 02.07.2015 in den Kinos an.
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Das sind die Zutaten aus denen keine kleinen Superheldenmädchen geboren werden, sondern kleine, gelbe Dinger, deren Existenz immer noch ein einziges Rätsel darstellt. Die Minions gab es im Grunde schon immer. Und damit viel länger als die Menschen. Und sie sind stets nur dem einen Traum gefolgt: dem bösesten, fiesesten Superschurken aller Zeiten zu dienen.

Da dieses Ziel nicht wirklich erreicht werden konnte, packen drei tapfere Minions eines Tages die Koffer und ziehen in die weite Welt hinaus, um den perfekten Boss zu finden. Sie glauben auch schon bald ihn, oder besser 'sie', gefunden zu haben: in Scarlett Overkill, der ersten weiblichen Superschurkin und Star der nicht ganz so geheimen Geheim-Convention Villain-Con.

Für den letzten Lacher

Jetzt mal Butter bei die Fische! Wir fanden „Ich – Einfach unverbesserlich“ okay und die Minions waren hier eine erfreuliche Zugabe. Die Fortsetzung war bestenfalls noch okayisch und wurde quasi nur noch von den gelben Wichten getragen. Ohne blieb nur eine recht müde und spärlich lustige Animationskomödie übrig, die ihre ursprünglichen Charaktere völlig umgekrempelt hat, grau und langweilig werden lies und auf humorischer Ebene nicht mehr viel bieten konnte.

Minions - Respekt! Macht! BANANA!

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Scarlett Overkill: die wenig schurkische Schurkin des Films.
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„Minions“ ist Teil dieser Entwicklung und bietet genau das, was sich fast jeder schon gedacht hatte. Ein paar wenige, gute Lacher, ganz viel Niedlichkeit und der Rest ist gähnende Langeweile und Gags von der Stange. Eine absolut vorhersehbare Geschichte, mit minder lustigen Gegebenheiten und Charakteren, die nur einem Zweck dienen: den Minions den Ball zuzuspielen.

Ein/Zwei gute Gags, viel Niedlichkeit und der ganze Rest.Fazit lesen

Was aber eigentlich gar nicht nötig ist, denn egal in welcher Situation sich die kleinen Racker befinden, sie finden immer einen Weg, das völlig falsche, auf die erdenklich bekloppteste Art und Weise zu tun.

Das gibt den anderen Figuren eine Tiefe wie ein Esslöffel und die Entfaltung eines Papierfliegers. Übrig bleiben die Minions selbst, die mal auf Kulleraugen und süße Worte setzen und zu anderer Zeit einfach völlig frei drehen und sich so berechenbar und geistig gesund zeigen wie Brick Tamland aus „Anchorman“.

Minions - Respekt! Macht! BANANA!

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Können die Minions einen ganzen Film tragen? Wir sagen: nein.
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Das reicht aber leider nur dann aus, wenn der geneigte Kinogänger ein vollkommener Minion-Liebhaber ist. Also nicht die gruselige Version, die Mittags vor dem Minion-Kindergarten steht und … Ach, lassen wir das. Sondern die andere, gruselige Version, die den gleichen Gag / die gleiche Verrücktheit in Kombination mit dem süßen Gefratzel der gelben Kerlchen selbst beim pi mal Daumen hundertsten Mal noch sau-komisch findet.

Für alle anderen bleibt eine Komödie, die man geguckt haben kann, aber wahrscheinlich bereut, dafür gutes Geld ausgegeben zu haben. Wer Kinder hat, kommt dafür schon deswegen auf seine Kosten, weil die wenigsten 6 – 12-jährigen einen besonders hohen, filmischen Anspruch aufweisen können und einfach mal knappe 90 Minuten abgelenkt werden.

Und genau das stellt „Minions“ auch da: eine Ablenkung. Als Gegenspieler dient eine geistesgestörte Person mit gigantischem Minderwertigkeitskomplex und als Verbündeter so ziemlich jeder, der den kleinen Kerlen über den Weg läuft. Von einem Stoffbären, über eine Ratte, bis hin zur Queen von England. Dazu eine völlig haarsträubende, immerzu an den Haaren herbeigezogene und zum Haare ausreißen animierende Geschichte ohne jeglichen Einfallsreichtum oder Klasse.

Minions - Mehr Bilder zu der knuddeligen Komödie

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