Ja, die geplante Verfilmung von Metal Gear Solid ist noch immer am Leben. Regisseur Jordan Vogt-Roberts teilte nun seine Gedanken über die do's und don'ts.

Die Verfilmung von Metal Gear Solid ist noch immer geplant

Schon lange hatte man nichts mehr zur Verfilmung von Hideo Kojimas Spielreihe Metal Gear Solid gehört. Das letzte Mal sprach Produzent Avi Arad (alte Spider-Man-Trilogie von Sam Raimi) 2013 darüber, dass Metal Gear Solid noch mindestens drei Jahre bräuchte, ehe der Film das Licht der Welt erblicken könne - dieses Zeitfenster ist mittlerweile auch schon vorbei, doch offenbar ist die Produktion noch am Laufen, denn Regisseur Jordan Vogt-Roberts sprach nun ausführlich über seine Herangehensweise an eine der wichtigsten Spielereihen der Gaming-Geschichte.

Die wichtigste Reihe auf der Welt

So als wolle er allen Unkenrufen trotzen, stellte Vogt-Roberts direkt klar, dass die Metal Gear Solid-Reihe für ihn die wichtigste Reihe der Welt darstellt.

"Es ist so eine geniale, eigentümliche Arbeit und es war wie im Traum, Zeit mit Schöpfer Hideo Kojima verbringen zu dürfen", schwärmt Vogt-Roberts. "Wir arbeiten derzeit am Drehbuch. Es ist ein ein Werk, bei dem ich bis aufs Blut dafür kämpfen werde, um sicherzustellen, dass es richtig umgesetzt wird. Einfach weil es so einfach zum in den Sand zu setzen ist und das Studio auch ganz locker eine Art GI Joe oder Mission: Impossible daraus machen könnte, etwas, dass es nicht ist. Metal Gear Solid muss das sein, was es sein muss, nämlich Metal Gear Solid."

Vogt-Roberts selbst hat sowohl Erfahrung mit Charakterzeichnung (Kings of Summer, 2013) als auch mit überborderter Action und Effektegewitter (Kong: Skull Island).

Und im Grunde sei es nicht schwer, der Reihe treu zu bleiben, denn im Gegensatz zu den ganzen populären Comicverfilmungen, die innerhalb von wenigen Dekaden teils Hunderte an Autoren verschlissen und damit die Story Arc mehrfach neu umorientiert haben, gebe es bei Metal Gear Solid nur eine Stimme - Hideo Kojima.

"Also hat man es hier mit einem hochspezifischen und eigentümlichen Produkt einer einzigen Person und ihrer Weltanschauung zu tun. Und die Art und Weise, wie sie Kultur und auch westliche Kultur interpretiert und sie um dieses Produkt wickelt ergibt eine Art, die unvergleichlich ist. Ich denke, wenn die Leute Kong: Skull Island sehen, werden sie erkennen, 'Oh, die ähneln sich insofern, dass es mal unglaublich ernst und düster und intensiv sein kann, aber dann auch wieder unglaublich albern und voller Slapstick', so wie Metal Gear Solid."

R-Rating muss nicht sein

Über die Inszenierung sei er sich noch nicht ganz sicher: Metal Gear Solid könnte ebenso wie Deadpool oder Logan als kleiner, dreckiger R-Rated-Streifen produziert werden, andererseits aber auch als großer Blockbuster mit Schauwerten - nur dann eben mit Hinblick auf das Einspielergebnis und mit PG-13-Rating.

Deadpool als möglicher Weg?

"Ich möchte die Version inszenieren, die der Sache am dienlichsten ist", so Vogt-Roberts. "Wenn das also den Weg von Deadpool oder Logan (beide mit R-Rating) bedeutet, wo man mit einem kleineren Budget auskommen muss, dafür aber das Ganze mit R-Rating machen kann, großartig. Wenn man es aber aufblasen muss, um ein riesiges Budget zu rechtfertigen und es dann mit PG-13-Rating zu machen, dann denke ich, dass dies auch möglich wäre - beide Wege wären drin. Es gibt ultrabrutale Elemente in Metal Gear Solid, aber ich würde nicht notwendigerweise sagen, dass diese ultrabrutalen Elemente den Kern der Reihe mit ausmachen so wie etwa die Atmosphäre und die Philosophien, die die Charaktere vertreten. Diese Charaktere sind quasi wandelnde Philosophien, von daher denke ich, dass dies treffend wiederzugeben das wichtigere Element darstellt als etwa ein bestimmtes Rating."

Bleibt nur die Frage, ob es weitere drei Jahre brauchen wird, ehe Metal Gear Solid in die Kinos kommt - falls überhaupt.