Den Leuten von Asylum muss man eines zumindest lassen: An Ideen mangelt es nicht. Für den dritten Teil der „Mega Shark“-Saga hat man sich von den Japanern inspirieren lassen. Dort wurde schon vor Jahrzehnten Mecha-Godzilla entwickelt, um gegen den echten Godzilla zu kämpfen. Ebenso verhält es sich nun auch in „Mega Shark vs. Mechatronic Shark“, der im Grunde nur ein aufgemotztes Remake des ersten Films ist. Sogar ein Oktopus taucht auf, aber das ist nur ein Cameo. Das hat das Vieh dann mit Debbie Gibson gemein, die ihre Rolle aus dem ersten Film auch in winziger Kapazität wiederholt.

Mega Shark vs. Mechatronic Shark - Official Trailer

Ein Megalodon wird aus dem ewigen Eis befreit. Vor der Küste Ägyptens taucht das Monster erstmals auf. Was folgt, ist eine weltweite Panik, derentwegen radikale Schritte unternommen werden müssen. Jack Turner (Christopher Judge) und Rosie Gray (Elisabeth Röhm) haben einen künstlichen Hai entwickelt, der von Rosie mit Hilfe der künstlichen Intelligenz Nero gesteuert wird.

Mit Hilfe des Mechatronic Sharks soll der Megalodon aufgespürt und vernichtet werden, aber wie sich herausstellt, ist das Monster weit stärker als gedacht.

Mega Shark vs. Mecha Shark - Was Godzilla kann, kann der Mega Shark schon lange

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Der Film erscheint bei uns am 08.08.2014 auf Blu-ray und DVD.
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Mega Killer

Den Kraftlevel des Hais hat man für diesen Film noch mal kräftig angehoben. Das Vieh kann es jetzt auch mit Flugzeugträgern aufnehmen. Und nicht nur das: Der Megalodon schafft es sogar, die Sphinx in Ägypten zu zerstören. Kaum zu glauben, aber so steht es in den Asylum-Annalen geschrieben.

Sieht man sich „Mega Shark vs. Mechatronic Shark“ an, dann ist natürlich klar, dass hier nichts zu erwarten ist, das man gemeinhin als Qualitätsfilm bezeichnen würde. Das Sequel zu dem Film, der Asylum „groß“ gemacht hat, hat aber die Trash-Qualitäten, die man bei dieser Firma erwartet, inklusive der Tatsache, dass die völlig abstruse Geschichte mit einer Ernsthaftigkeit präsentiert wird, als wäre das Ganze von William Shakespeare geschrieben worden.

Packshot zu Mega Shark vs. Mechatronic SharkMega Shark vs. Mechatronic Shark

Immerhin gibt es ein paar Schwachsinnigkeiten, die für den unfreiwilligen Humor gut sind, etwa dann, als Debbie Gibson mit bedeutungsschwangerem Tonfall und irrem Gesichtsausdruck erklärt, warum der Megalodon sich auf nach Sydney in Australien macht.

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Der größte und klügste Hai aller Zeiten. Kunststück. Der hat ja auch jede Menge Platz für viel Gehirn.
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Die Haiflosse macht‘s

Der Megalodon ist recht smart. Und ein guter Athlet. Oder anders gesagt: Die Augen-Schwanzflossen-Koordination ist großartig. Das gilt nicht nur für die Vernichtung der Sphinx, nein, das Monster kann auch Torpedos zurückschleudern, als würde es Unterwasser-Tennis spielen. Einen Hai wie diesen hat man sicherlich noch nie gesehen.

Der Film zitiert dabei die (mehr oder minder) große Historie der „Mega Shark“-Reihe, und das nicht nur durch Debbie Gibsons Cameo, sondern auch durch eine Szene, in der der Hai in die Luft springt, um ein Flugzeug abzufangen. Immerhin ist der Ausgang diesmal anders.

Muss man noch jemanden vor Asylum warnen? Doch eigentlich nicht, diese Filme mag man - oder eben nicht.Fazit lesen

Die CGI-Effekte befinden sich auf dem Niveau der Vorgänger, das heißt, sie sind passabel, aber eben sehr, sehr günstig umgesetzt. In die Verlegenheit, wie in auch nur einer Sequenzen realistisch auszusehen, gerät dieser Film nie.

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Hauptsache es kracht ordentlich.
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Amüsieren kann man sich auch, weil die Macher des Films ein gewisses Maß an Unkenntnis offenbaren. In Hinblick darauf, wie die Welt so funktioniert. Der eine oder andere mag schon davon gehört haben, in Australien fährt man tatsächlich wie ein Großbritannien auf der linken Seite. Das hält die Macher von „Mega Shark vs. Mechatronic Shark“ aber nicht davor ab, australische Soldaten zu zeigen, die mit einem Wagen unterwegs sind, der das Steuer auf der linken Seite hat. Derlei passiert in diesem Film aber noch häufiger.

Bemerkenswert ist, dass Christopher Judge („Stargate SG-1“) und Elisabeth Röhm („Angel –Jäger der Finsternis“) das alles mit enormer Ernsthaftigkeit spielen. Aber gut, für ersteren ist es nicht der erste Abstecher ins Reich der Asylum-(Alb-)träume und letztere hat tatsächlich schon in schlimmerem B-Schund mitgespielt.