Ein Reboot von The Matrix? Offenbar ist das genau der Fall bei Warner Bros., wie Insider berichten.

Carrie-Anne Moss und Keanu Reeves im Film, der alles veränderte

Im Sommer 1999, wenige Monate vor dem Ende des Jahrhunderts/Jahrtausends, was an sich bereits bedeutungsschwanger genug gewesen wäre, kam ein Film in die Kinos, der die Art, wie Filme gemacht und gesehen werden, entscheidend verändern sollte - The Matrix war die vollendet Kulmination aus Philip K. Dick, Anime-Popkultur, HK-Martial-Arts-Action, Cyberpunk-Einflüssen und den philosophischen Ergüssen großer Denker.

Selbst die weniger ausgereiften Sequels Matrix Reloaded und Matrix Revolutions von 2003 konnten das Erbe des ersten Films nicht beschädigen. Die Regisseurinnen, früheren Regisseure, Lana und Lilly, ehemals Larry und Andy, Wachowski hatten vor The Matrix noch keinen Film inszeniert. Warner Bros. verlangte einen Beweis, dass sie der Sache gewachsen sind: Bound - Gefesselt. Mit einem Budget von gerade mal 63 Millionen Dollar wurde daraufhin The Matrix verwirklicht, der im Sommer '99 gegen Blockbuster-Streifen wie Wild Wild West, Deep Blue Sea, Die Mumie und vor allem Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung antreten musste. Und so verwundert es nicht, dass der Film im Vorfeld wenig Beachtung fand, zumal die Regisseurinnen völlig unbekannt waren unter Otto-Normalkinogängern. Umso mehr wurde das Publikum von ihrer dystopischen Vision überrannt. Knapp 450 Millionen Dollar später war The Matrix bereits Kult.

Reboot in der Mache

Vor kurzem sagte Keanu Reeves in einem Interview, dass er gerne in einem weiteren Matrix-Film mitspielen würde: "Die Wachowskis müssten involviert sein", stellt Reeves unmissverständlich klar. "Sie müssten den Film schreiben und inszenieren. Und dann müssten wir sehen, worum es in der Geschichte geht, aber ja, ich weiß nicht, das wäre doch etwas seltsam, oder?"

Offensichtlich wurde die Frage nicht ohne Grund gestellt, denn wie Insider nun berichten, befindet sich bei Warner Bros. in der Tat ein Matrix-Projekt in der Planungsphase. Allerdings nicht in Form eines Sequels, wie es Fans der Reihe gerne sehen würden, sondern in Form eines unsäglichen Reboots - eben so, wie es das heutige Hollywood gern mit erfolgreichen Filmen macht. Statt sich auf neue Ideen einzulassen und Risiken einzugehen, werden die alten Mottenkisten entstaubt. Für das Drehbuch soll Zak Penn (Marvel's The Avengers) verantwortlich zeichnen, während Michael B. Jordan (Fantastic Four) in die Rolle des Neo schlüpfen soll.

Und wie es sich mit Reboots verhält, sind die Macher des Originals, hier die Wachowskis, nicht involviert, dafür aber John Silver, der die alte Trilogie produziert hat. Da es offenbar ein Reboot wird, werden auch die alten Darsteller inklusive Keanu Reeves nicht an Bord sein. Bleibt abzuwarten, was dran ist an diesen Gerüchten. Sollte sich aber Blade Runner 2049, ebenfalls Warner Bros., als Erfolg herausstellen, dürfte ein Reboot von The Matrix ziemlich wahrscheinlich werden.

Eure Meinung ist gefragt.