Es ist endlich soweit. Die zweite Phase des „Marvel Cinematic Universe“ nähert sich dem Ende. Der scheue Comic-Nerd, der gemeine Kinogänger und der ewig skeptische Nörgler sind sich heute ausnahmsweise weniger Katze-Hund und treten gemeinsam in den Kinosaal. Denn sie wissen: dieser Film wird groß. Und er läutet quasi das lang erwartete Finale ein. Thanos. Die Infinity-Steine. Der Infinity-Handschuh. Die Schlacht um alles Leben in der Galaxis. „Avengers 2“ ist der Anfang vom Ende und das Ende von Dingen, die bereits 2008 mit „Iron Man“ begonnen haben. Zeit zur Freude; Zeit zur Trauer.

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Action satt und Story sitt

Eines wollen wir im Vorfeld geklärt haben: Ihr müsst nicht bindend alle bisher erschienenen Filme aus dem „Marvel Cinematic Universe“ gesehen haben, um "The Avengers 2" genießen zu können. Die meisten/wichtigsten Storyschnipsel werden hier erst eingeführt und alles andere dient nur der Abrundung und dem Fan-Service. Aber es kann nicht schaden, wenigstens „Marvel´s The Avengers“, „Captain America 2“ und „Iron Man 3“ gesehen zu haben.

Marvel's The Avengers 2: Age of Ultron - Das Ende ist nah und doch so fern

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Kämpfen für Hydra und hassen Tony Stark: Quicksilver und Scarlett Witch.
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Die Geschichte ist aber auch ohne diese Vorkenntnisse schnell auf den Punkt gebracht. Nach den Ereignissen von „Captain America 2“ - und hier werdet ihr nun gespoilert, sofern ihr diesen Film noch nicht gesehen habt – ist die S.H.I.E.L.D.-Organisation Geschichte. Hydra wurde enttarnt und zieht sich mit vielen Errungenschaften und Objekten der Geheimorganisation zurück und zerspringt in viele kleinere und größere Lager.

Unter diesen entwendeten Objekten befindet sich auch Lokis Zepter, welches eine enorme Macht beherbergt. Thor will diese nach Asgard zurückbringen und zieht mit den Avengers in die Schlacht gegen Hydra, die - milde ausgedrückt - kaum Gegenwehr zu bieten haben. Die Ereignisse schreiten fort, Hydra-Technologie wird entdeckt, Tony Stark kann damit eine echte KI entwerfen und boom: Ultron wurde geboren. Dieser soll eigentlich die Menschheit beschützen; eine Aufgabe, die er recht frei auslegt und glaubt, die Menschheit vor sich selbst beschützen zu müssen. Und da wir nun mal alle lernfaule, gewaltbereite Idioten sind, sollte man uns besser gleich auslöschen...

Krach und Boom und Wumms und Bang

So viel zu dem, was euch storytechnisch grob erwartet. Erhofft euch hier auch nicht zu viel, denn die Hintergrundgeschichte von „Avengers 2“ kann man nur als „Wumba Wumba“ bezeichnen. Dinge, die in den letzten Filmen des MCU angekündigt wurden, finden diesmal kaum eine Weiterführung, sondern werden hier und dort nur aufgegriffen. Alle Informationen, die wir in diesem Machwerk neu erhalten, wirken recht an den Haaren herbeigezogen und dienen lediglich dazu, das Interesse an Phase 3 zu entfachen, beziehungsweise aufrecht zu erhalten.

Packshot zu Marvel's The Avengers 2: Age of UltronMarvel's The Avengers 2: Age of Ultron

Das ist aber gar nicht weiter schlimm, denn ruhige, Story fortführende Momente, gibt es nur recht wenige. Und die punkten eher dadurch, dass sie einige der bekannten Avengers in einem neuen Licht zeigen und weniger, durch ihre raffinierte Geschichtsfortführung. Der Rest des Films ist ganz genau so wie die ersten zehn Minuten: Action satt, coole, flotte Sprüche und einige gute Lacher. Gänsehaut bei Konfrontationen wie „Iron Man versus Hulk“, „Iron Man versus Ultron“, Iron Man versus Captain America“... Moment. Was ist hier los?!

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Captain America führt die Avengers an, kann sich aber oft nur schwer durchsetzen.
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Ja, der gute Tony Stark rückt sich wieder einmal ins rechte Licht und bekommt eine Menge zu tun und entsprechend viel Screenzeit. Das ist aber ebenfalls alles andere als schlimm. Denn in über zwei Stunden, bekommen auch alle anderen ihre verdienten Auftritte und sehr coolen Momente. Iron Man hat nur am meisten zu tun; ist er doch eine große Schlüsselfigur in „Avengers 2“ und der Hauptgrund, für die aktuellen Ereignisse.

Die Action sieht fantastisch aus und dominiert den Film. Beeindruckende Effekte und verdammt gut gemachte Computeranimationen lassen das Auge geifernd lechzen. „The Avengers 2“ kämpft jedoch mit dem Problem, dass einige Kampfszenen zur Mitte des Films so imposant und prägend gestaltet wurden, dass die finale Konfrontation mit Ultron etwas blass wirkt. Der Film hat seine stärksten Momente in der Mitte und verblasst zum Ende hin ein wenig.

Im Vergleich zu Teil 1: mehr Action, mehr "wow", mehr "fantastisch". Dafür weniger Story und viele Fragezeichen.Fazit lesen

Den bittersten Nachgeschmack gibt es aber ganz zum Schluss. Wir wussten ja schon, dass nicht alle Figuren des Marvel Cinematic Universe bis zum Ende dabei sein würden. Trotzdem war es traurig, als klar wurde, wer das Team verlässt und einem bewusst wurde, dass es in den Sternen steht, ob diese Figuren überhaupt zurückkehren werden. Doch am schlimmsten ist eigentlich das Ersatzteam, welches das Zepter nun in die Hand nimmt. Das ist nämlich wenig spektakulär und mindert die Erwartungen an Phase 3 um ein ganzes Stück.

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Ein letztes Mal sehen wir die Original-Avengers als Team. Nach dem Film werden die Karten neu gemischt.
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Ebenfalls negativ belastet wird der Film durch die Tatsache, dass er nur seine eigene Geschichte vorantreibt und zum Thema „Thanos“ und „Infinity-Handschuh“ kaum etwas zu sagen hat. Die wichtigste Szene, die die Geschichte in diesem Bereich vorantreibt, wird Thor gutgeschrieben. Und die ist so „out of nowhere“ und an den Haaren herbeigezogen, dass es leider schon fast lächerlich wirkt.

Marvel's The Avengers 2: Age of Ultron - Charakter-Poster

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