Wenn ihr ab dem 23. April dieses Jahres in The Avengers: Age of Ultron geht, erwarten euch 142 Minuten geballte Action. Doch der allererste Schnitt brachte es sogar auf dreieinhalb Stunden.

Marvel's The Avengers 2: Age of Ultron - Erste Fassung hatte eine Laufzeit von dreieinhalb Stunden

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Hättet ihr genug Sitzfleisch für diesen Marathon?
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Bei Regisseur Peter Jackson wusste man immer, dass es bei seinen Herr der Ringe und Hobbit-Trilogien neben einer Sitzfleisch-schonenden Kinofassung auch immer eine Extended-Edition gab, die man dann gemütlich zuhause goutieren konnte. Andere Regisseure haben da weniger Spielraum und müssen ihre Visionen so zurechtstutzen, dass man sie problemlos ins Kino bringen kann. Meistens handelt es sich dabei dann um eine definitive Fassung ohne zukünftiger Extended-Edition. So auch bei Joss Whedons The Avengers: Age of Ultron. Der Finalfilm der Marvel Phase 2 hat eine Laufzeit von 142 Minuten. An sich schon eine beeindruckende Laufzeit, die man bei heutigen Blockbustern aber sowieso schon erwartet. Ursprünglich hatte der Film aber eine Laufzeit von knapp 210 Minuten, also dreieinhalb Stunden. Bei dieser Laufzeit hätte sich selbst Der Pate vor den Avengers verneigt.

Für Whedon war es eine Geduldsprobe, den Film auf 142 Minuten herunterzuschneiden. "Da sind ein oder zwei Dinge, bei denen ich unglücklich darüber bin, sie nicht im Film zu haben", so Whedon. "Bevor wir starteten, sagte ich zu Kevin Feige (Marvel Studios' Präsident), 'Meine geheime Fantasie, die niemals eintreffen wird, ist es, dass der zweite Film kürzer wird als der erste'. Und nun sind wir eine Minute kürzer."

Für Whedon sei Age of Ultron auch die Möglichkeit gewesen, all das zu korrigieren, was beim ersten Avengers-Aufeinandertreffen schiefgelaufen ist. "Wenn ich ihn ansehe, dann sehe ich nur 'Makel, Makel, Makel, Kompromiss, Faulheit, Fehler.' Der Grund, warum ich einen weiteren Film inszeniert habe, ist der, dass ich einen machen wollte, der besser ist." Es sei ihm wichtig gewesen, an jedem einzelnen Aspekt zu schrauben und sich trotz der Tatsache, dass er eine Familie habe, sich vollkommen für den Film aufzuopfern. "Ich habe im Low-Budget-Fernsehen angefangen und da gab es immer dieses Element von wegen, 'Das ist gut genug.' Und mit diesem Film wollte ich niemals, 'Das ist gut genug' sagen."

Diese Perfektion, die Whedon an den Tag legte, um Age of Ultron zum ultimativen Erlebnis werden zu lassen, geht so weit, dass er sich die finale Fassung einfach nicht ansehen könne. "Ich habe es versucht und ich hatte eine schreckliche Zeit dabei." Dennoch sei es ihm ein außergewöhnliches Privileg gewesen, den Sommer-Blockbuster schlechthin für Marvel Studios inszenieren zu dürfen.

The Avengers: Age of Ultron startet am 23. April 2015 in den Kinos.