Die Stars aus Joss Whedons The Avengers: Age of Ultron befinden sich derzeit auf weltweiter Presse-Tour, um kräftig die Werbetrommel für den heute startenden Superhelden-Streifen zu rühren. Einige Journalisten treiben es allerdings zu weit, was in diesem Fall Iron Man-Darsteller Robert Downey Jr. verärgert hat.

Marvel's The Avengers 2: Age of Ultron - Empörter Robert Downey Jr. verlässt mitten im Interview den Raum

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Allzu persönliche Fragen sind selbst Iron Man zuviel
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Zu den wahrscheinlich unbeliebtesten Aufgaben eines Superstars gehört die Promotion des fertigen Films. Das Schaulaufen, die zahllosen Interviews und die immer wieder gleichen Fragen dürften selbst einen ruhenden Pol aus der Balance bringen. Ganz besonders, wenn es persönliche Fragen sind, die nichts mit dem Film zu tun haben. Zugegeben, viele Stars sind auch leicht abgehoben, haben eine gigantische No-Go-Liste und verhalten sich alles andere als kooperativ gegenüber den Journalisten. Aber dann gibt es immer wieder Situationen, in denen man den Stars nur beipflichten kann.

Eine solche Situation erlebte Iron Man / Tony Stark-Darsteller Robert Downey Jr. bei der Presse-Tour für den heute startenden The Avengers: Age of Ultron. Im Interview mit Krishnan Guru-Murthy, einem Journalisten vom britischen Sender Channel 4 war zunächst ein gutgelaunter Downey Jr. zu sehen, bis Guru-Murthy von den eigentlichen Filmfragen zu Age of Ultron dazu überging, in der privaten Vergangenheit des Schauspielers zu wühlen. Guru-Murthy zitierte unter anderem Downey Jrs Aussage in einem früheren Interview mit New York Times aus dem Jahre 2008, in dem er offensichtlich sagte, "Man kann nicht von einer 2000-Dollar-Suite im La Mirage in eine Vollzugsanstalt wechseln und es wirklich verstehen oder gar als Liberaler wieder herauskommen." Diese Aussage tätigte er in Bezug darauf, dass er im Gefängnis eine besondere politische Ansichtsweise angenommen habe. Ein sichtlich irritierter Downey Jr. versuchte erst noch höflich zu antworten, "Ich könnte jetzt zwei Stunden lang daran herumkauen und ich wäre nicht näher an der Wahrheit als wenn ich dir jetzt eine halbherzige Antwort darauf geben würde", so Downey Jr. "Und ich könnte dir nicht einmal sagen, was ein Liberaler ist."

Man muss natürlich wissen, dass er in seiner Vergangenheit aufgrund seiner Drogensucht des Öfteren mit dem Gesetz in Konflikt geriet und wegen Verstößen gegen Bewährungsauflagen rund 16 Monate im Gefängnis sitzen musste.

Guru-Murthy wollte daraufhin weitere persönliche Fragen stellen, die Downey Jrs Drogensucht und sein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater, dem Schauspieler Robert Downey Senior betrafen. Daraufhin verließ Downey Jr sichtlich genervt den Raum und ließ Guru-Murthy im Regen stehen.

Das ist übrigens nicht das erste Mal, dass Guru-Murthy mit einem Hollywood-Star "aneinandergeriet". Auch in einem Interview mit Star-Regisseur Quentin Tarantino schaffte er es, ihn in so in Rage zu bringen, dass sich Tarantino angegriffen fühlte. "Ich bin nicht dein Sklave, du bist nicht mein Besitzer. Ich bin kein Affe."

Natürlich wollen Journalisten in Interviews exklusive Aussagen erhalten, aber zu welchem Preis? Guru-Murthy gehört entweder zu den skrupelloseren Journalisten oder er hat einfach keinen Anstand. Zu den bekanntesten Journalisten dürfte er nun auf jeden Fall gehören. Das ist auch schon was.

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