Seine Stimme rockte dieses Wochenende die Filmwelt, denn Andy Serkis war als Voice-Over im Teaser zu „The Force Awakens“ zu hören. Doch „Star Wars“ ist nicht der einzige Job für den vielbeschäftigten Schauspieler, der mittlerweile als der Experte schlechthin gilt, wenn es um den Umgang mit Mo-Cap-Technologien geht. Mit dieser Methode werden menschliche Mimiken und „Schauspiel“ auf digitale Charaktere übertragen, Andy Serkis ist der Darsteller, der vor allem durch die Rolle des Gollum in „Der Herr der Ringe“-Trilogie zum Vorreiter dieser Technik wurde.

Marvel's The Avengers 2: Age of Ultron - Andy Serkis über Mo-Cap Arbeit mit Tänzern und Hulk-Gewichten

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Nicht nur als Schauspieler, sondern als MoCap-Experte sehr gefragt: Andy Serkis
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Im nächsten tritt Andy Serkis in den beiden Filmen auf, die vermutlich die zwei größten Kassenschlager 2015 werden: Ende des Jahres tritt er natürlich in „Star Wars: The Force Awakens“ auf, aber bereits ein halbes Jahr vorher ist er in „The Avengers: Age of Ultron“ zu sehen.

Welche Rolle er in dem Film spielen wird, ist bisher nicht offiziell bestätigt, allerdings gibt es starke Hinweise darauf, dass es sich bei der von Serkis gespielten Figur um Ulysses Klaw handelt, einen traditionellen Gegenspieler des Black Panther.

Doch Andy Serkis war für „Age of Ultron“ nicht nur vor, sondern hinter der Kamera aktiv. Für den Film wurden Serkis und sein kürzlich gegründeter Motion-Capture-Workshop „The Imagination Studios“ engagiert, um den digital generierter Figuren in „Age of Ultron“ großmöglichste Persönlichkeit zu verleihen.
Kürzlich sprach der Schauspieler mit dem britischen Magazin Empire über seine MoCap-Tätigkeiten bei dem Marvel-Blockbuster. So war er vor allem an der Umsetzung des Hulk und der Konzeption von Ultron, dem Schurken des Films beteiligt.

„An Ultron haben wir gearbeitet, bevor James Spader an Bord kam, vor allem, was den Stil seiner Bewegungen angeht: Würde er sich menschlich bewegen? Oder roboterhaft? Wir haben dafür mit einem Haufen verschiedener Leute zusammengearbeitet, von Verrenkungsexperten über Tänzern, bis hin zu diesem Typen namens Neil, der über 2,30m groß ist.“

Außerdem arbeitete Serkis intensiv an der Umsetzung des Hulk mit, der erneut von Mark Ruffalo gespielt wird. Dabei war vor allem die physisch korrekte Umsetzung des grünen Marvel-Monsters entscheidend:

„Wir haben Mark Gewichte angehängt und wir hatten auch Stimmenprojektion, so dass er sein Hulk-Brüllen abziehen konnte. Auf den Bildschirmen hatten wir außerdem eine virtuelle Repräsentation des Hulk-Avaters in niedriger Auflösung, so dass Mark ein Gefühl für die Größenverhältnisse bekommen würde.“

Ob wir von Andy Serkis selbst viel in „Avengers: Age of Ultron“ sehen werden ist eher fraglich. Zweifellos steckt in diesem Film aber jede Menge Serkis – man muss eventuell nur eben etwas genauer hinter die Fassade blicken.