Da die erste Staffel von „Agent Carter“ in den USA ziemlich gut ankam, entschied man sich bei ABC, die zweite etwas großzügiger auszustatten. Anstelle von acht sind es nun zehn Folgen, in denen Carter als Agentin des SSR gegen Schurkereien vorgehen muss. Viel geändert hat sich dabei nicht, von der Location mal abgesehen.

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Die Geschichte beginnt wenige Monate nach dem Finale der ersten Staffel. Carter und ihren Leuten gelingt es, Dottie Underwood zu verhaften. Die Black Widow wird auch von Carter verhört, allerdings nicht lange, denn Chief Thompson will sie loswerden und schickt die Agentin nach Los Angeles, wo sie Souza, der das dortige Büro leitet, zur Hand gehen soll.

Damit einher geht ein Umzug, da Carter nun in Los Angeles ermittelt. Das verändert den Look der Serie jetzt ein wenig, alles wird bunter, heller, sonniger – so wie man sich das bei Kalifornien vorstellt. Inhaltlich bleibt man jedoch beim Alten.

Einerseits hat man Thompson, der zwar zum Ende der ersten Staffel Respekt für Carter gefunden hat, sich nun aber wieder wie ein Arsch benimmt, andererseits Souza, der auf sie stand, nun aber eine neue Liebe hat, was ihn nicht daran hindert, hinter Carter herzu schmachten.

Marvel's Agent Carter - Staffel 2 - Marvel im Jahr 1947

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Staffel 2 läuft im Frühjahr 2016 auf Syfy an.
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Interessant wird es aber ohnehin erst, als in einem teilgefrorenen See – mitten in L.A. – eine in einem Eisblock steckende Leiche gefunden wird. Carter ermittelt und kommt dabei einem reichen Industriellen und Politiker auf die Schliche, auch wenn sie ihm rein gar nichts beweisen kann. Aber bei seiner Firma Isodyne passiert Merkwürdiges!

Hier hat man Zero Matter angehäuft, eine Materie, die außerirdischen oder außerdimensionalen Ursprungs sein könnte, die Energie aufzehrt und tödlich ist. Und für wen arbeitet der gute Mann? Natürlich Hydra.

Phantastischer in der Ausrichtung

Bei der ersten Staffel verkniff man sich die phantastischen Elemente, die man bei einer Marvel-Geschichte erwartet, noch mehrheitlich, in der zweiten Season ändert sich das aber schon zu Beginn, und das nicht nur mit den in Eis erstarrten Menschen, sondern vor allem auch mit dem durchaus interessanten Konzept der Zero Matter.

Fraglich ist nur, ob im Verlauf der Staffel dieses Konzept auch tragfähig ist oder die Zero Matter nicht einfach nur als MacGuffin genutzt wird. Generell wäre es schon wünschenswert, „Agent Carter“ stärker mit dem Marvel-Universum in Einklang zu bringen. Dazu gehören eben auch die phantastischen Elemente.

Marvel's Agent Carter - Staffel 2 - Marvel im Jahr 1947

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Die zweite Staffel fängt leider sehr dröge an.
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Viele Schurken

Schon zu Beginn der Staffel kann man erkennen, dass es hier ein interessantes Schurken-Potpourri gibt. Dass Dottie, die im Grunde eine Black Widow ist, wieder mit dabei ist, ist exzellent. Großartig ist auch die Szene, als Thompson versucht, sie zu verhören und anders als Carter kläglich dabei scheitert.

Nicht minder interessant ist Whitney Frost. Das ist in den Comics ein Deckname von Giulietta Nefaria, einer Erzfeindin von Iron Man. Auch in „Agent Carter“ gehört sie zu den Bösen und macht schon zum Ende der zweiten Episode eine bemerkenswerte Veränderung durch.

Die zweite Staffel fängt etwas dröge an.Fazit lesen

Darüber hinaus hat man noch Figuren, die in verschiedene Richtungen gehen können, darunter einen FBI-Agenten, der Thompson bedrängt, an seine eigene Karriere zu denken, da das SSR als Kriegszeiten-Geheimdienst obsolet wird. Gespielt wird die Figur von Kurtwood Smith, der abseits der Sitcom „Die wilden 70er“ eigentlich immer Schurken gespielt hat. Es wäre also einigermaßen überraschend, würde er hier zur Heldenfigur werden.

Weniger interessant ist ganz klar, dass man versucht, Carter in dieser Staffel einen Love-Interest zu bescheren. Es mag mutig sein, diesen in einer Geschichte, die in den 1940er Jahren spielt, schwarz zu machen, die romantischen Elemente der Story lenken aber von der eigentlichen Haupthandlung ab.