Ein Email-Leak enthüllte vor kurzem, dass es tatsächlich Gespräche zwischen Sony Pictures und Marvel Studios zu Spider-Man gegeben haben soll. Warum die Gespräche allerdings im Nichts verliefen, das war nicht so klar - bis jetzt. Nun sind weitere Details zum geplanten Deal aufgetaucht, die Sony Pictures' Spider-Man im Grunde beerdigt hätten.

Marvel Cinematic Universe - Warum Sony Pictures vor einem Crossover zögert

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Auch Andrew Garfield hätte seinen Hut nehmen müssen
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Vor kurzem stahl die Hackergruppe #GoP (Guardians of Peace) wichtige, und geheime Daten, Emails und Filme von Sony Pictures. Teilweise sind diese Informationen auch bereits im Internet geleakt. Unter anderem erfuhr man, dass es tatsächlich Gespräche zwischen Sony Pictures und Marvel Studios bezüglich der Filmrechte zu Spider-Man gegeben hat. Wie sich herausstellte, gingen die Gespräche bis nach oben in die oberste Führungsetage zu Disneys Manager und Chief Executive Officer Robert Iger und Sonys Manager und Chief Executive Officer Kaz Hirai. In einer Mail vom 30. Oktober sprach Sony Pictures' Präsident Doug Belgrad mit Pascal über ein mögliches Szenario, in dem Marvel Studios zwar eine neue Spider-Man-Trilogie produzieren, Sony Pictures aber als Rechteinhaber die kreative Kontrolle, das Marketing und die Distribution behalten sollte.

Nun will Latino Review erfahren haben, warum sich die Studios noch nicht einig wurden. Um es kurz auszudrücken, im Grunde will Marvel Studios Sony Pictures' Spider-Man komplett negieren. Marvel Studios wolle Sony Pictures zwar einen 60 / 40-Deal zugestehen, und ihnen auch die Distribution der Filme überlassen, weigere sich aber komplett, Sony Pictures jegliche kreative Kontrolle zu überlassen. Es heißt zudem, dass Marvel Studios die Pläne von Sony Pictures bezüglich der Spin-offs, vor allem was den Superheldinnen-Film Glass Ceiling mit weiblichen Charakteren aus den Spider-Man-Comics angeht, so gar nicht leiden kann.

Stattdessen wolle Marvel Studios jegliche Verbindung zu den Sony Pictures-produzierten Spider-Man-Filmen kappen. Von Sam Raimis Spider-Man bis hin zum letzten Spider-Man-Film The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro soll keiner der Filme Teil des Spider-Man-Kanon werden. Für Marvel Studios hat es sie nie gegeben. Das bedeutet natürlich auch, dass keiner der Darsteller übernommen würde. Das betrifft vor allem den aktuellen Spider-Man / Peter Parker Andrew Garfield. Das sei auch der wohl wichtigste Punkt, warum Sony Pictures' Motion Picture Chief Amy Pascal bislang zögerte. Nicht ohne Grund gilt sie als mütterliche Behüterin ihrer Darsteller.

Und was den Inhalt der Filme angeht. Der Plan sehe es vor, die Liebesgeschichten aus den Marvel Studios-produzierten Spider-Man-Filmen rauszulassen, und sich stattdessen ganz auf die Probleme Peter Parkers als Teenager und Superheld in einem zu konzentrieren. Ursprünglich wollte Marvel Studios Spider-Man bereits in Captain America: Civil War einzubauen. Doch mittlerweile soll das Drehbuch breits stehen - ohne Spider-Man.