Es heißt ja, Marvel Studios mache regelrechte Knebelverträge. Vor allem die Bindung an mehrere Filme lässt viele hochkarätige Darsteller zögern. Doch für Chris Hemsworth, der Thor verkörpert, ist der Marvel-Vertrag ein regelrechter Segen, wie er in einem Interview mitteilte.

Marvel Cinematic Universe - Thor-Darsteller Chris Hemsworth: Der Marvel-Vertrag ist ein Segen

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Sein Auftritt als Thor hat ihm womöglich auch den Part in Rush - Alles für den Sieg verschafft
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Marvel Studios folgt einem strengen Plan. Das Marvel Cinematic Universe ist bis in jede Phase, ja bis in jeden einzelnen Film ins Detail hinein durchgeplant. Und einen solchen Plan kann man nur ausführen, wenn man Darsteller hat, die auch für jeden einzelnen Film wieder zur Verfügung stehen. Da kann man nicht auf den Star warten, bis er ein anderes Projekt abgedreht hat. Auch deswegen legt Marvel Studios seinen Darstellern Verträge gleich über mehrere Filme auf. Man könnte fast meinen, Marvel Studios ist ein wenig ins Studio-System zurückgekehrt. Doch nicht alle Stars sind damit einverstanden, sich quasi in Knebelverträge zu begeben. Auch ein Grund, warum Marvel Studios eher auf unbekannte Darsteller zurückgreift. Was selbst die derzeitigen Hitgaranten des Kinos nicht verhindern können, ist, dass auch diese Darsteller gerade durch die Marvel-Filme immer mehr an Popularität, und damit auch an Marktwert gewinnen. Und konsequenterweise Forderungen stellen, die nicht immer erfüllt werden.

Terrence Howard wagte eine solche Gagenforderung. Howard spielte im ersten Iron Man die Rolle des Rhodey. Den spielte ab Iron Man 2 dann Don Cheadle.

Doch für Chris Hemsworth, den die meisten das erste mal in Thor sahen, sei der Marvel-Vertrag ein regelrechter Segen, wie er in einem Interview mitteilte. Denn er habe eindeutig mehr vom Marvel-Vertrag profitiert. "Ich kann nicht für andere sprechen", so Hemsworth. "Aber für mich war es nichts als ein einziger Segen, all das Marvel-Zeug zu machen. Es öffnete mir jede mögliche Tür. Damals, als ich nach Thor Rush - Alles für den Sieg drehte, Regisseur Ron Howard hatte Thor gesehen, und er sah etwas darin, und dann traf er mich. Das war der Anfang von allem."

Und da hat Hemsworth auch recht, denn er drehte mit Howard auch Im Herzen der See, ein Film über die wahre Vorlage von Herman Melvilles 900-seitigem Roman Moby Dick, der 1851 erschienen ist. Ab 5. Februar 2015 ist Hemsworth auch in Michael Manns Blackhat zu sehen, ein Cyber-Thriller, in dem Hemsworth als inhaftierter Hacker Nicholas Hathaway einem internationalen Trupp aus Agenten dabei helfen soll, einen gefährlichen Hacker außer Gefecht zu setzen.

Für Hemsworth konnte es also gar nicht besser kommen.