In einem Interview sprach Adam McKay, der aktuell mit dem Biopic Vice über Dick Cheney in den Kinos vertreten ist, über Marvel Studios Angebot, Guardians of the Galaxy Vol. 3 zu inszenieren und darüber, welcher Marvel-Charakter ihn wirklich interessieren würde.

Der Silver Surfer hatte bereits einen Kinoauftritt

Adam McKay hat eine erstaunliche Wandlung vom Komödienspezialisten (Anchorman, Ricky Bobby - König der Rennfahrer, Die etwas anderen Cops) zum hochangesehenen und oscarprämierten Filmemacher (The Big Short) vollzogen. Mit Vice legt er im seriösen Lager mit einem Biopic über Dick Cheney nach. Doch die locker-leichte Unterhaltung liegt dem Mann noch immer nahe, wie er in einem Interview wissen lässt. Und da er bereits am Drehbuch zu Ant-Man gearbeitet hatte, bot ihm Marvel Studios vor kurzem die Regie bei Guardians of the Galaxy Vol. 3 an. "Wir haben ein wenig gesprochen, ja. An einem Punkt spielten wir mit der Idee zu Inhumans herum. Wir unterhalten uns ständig. Ich denke, Kevin Feige ist großartig und was sie tun ist atemberaubend."

Selbstverständlich hoffen Fans und wahrscheinlich auch die Darsteller rund um Chris Pratt, Zoe Saldana und Dave Bautista, dass Disney und Marvel Studios ein Einsehen haben und James Gunn wieder an Bord holen, aber man muss sich wohl damit abfinden, dass jemand anderes die Regie übernehmen wird, wenn schon Filmemacher kontaktiert werden. Gunn wurde bekanntlich im Juli von seinem Posten entbunden, nachdem alte Tweets ausgebuddelt wurden, die den Regisseur in keinem guten Licht stehen lassen. Außerdem steht Gunn offenbar kurz vor der Zusage, neben dem Verfassen des Drehbuches auch die Regie bei Suicide Squad 2 zu übernehmen.

McKay hat jedoch nicht gesagt, ob er denn zugesagt oder abgelehnt hat. Überhaupt wäre da ohnehin eine ganz andere Figur, der er viel lieber neues Leben einhauchen wollte: Silver Surfer. "Silver Surfer, Mann. Das will ich machen", so McKay auf die Frage, welche Comic-Figur ihn interessieren würde. "Ich würde alles dafür geben, Silver Surfer zu inszenieren, weil das visuell einfach... man könnte das tun, was die Wachowskis mit Speed Racer getan haben, nur eben mit dem Silver Surfer. Zugleich gibt es da diese emotionale Story in diesem Mann: eine, in der jemand, nämlich Norrin Radd, eine Entscheidung fällen muss, um seinen Heimatplaneten zu retten. Das wäre die Geschichte."

Der Silver Surfer hatte bereits einen Auftritt in Tim Storys Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer von 2007, der aber komplett durchfiel. Vielleicht könnte jemand wie Adam McKay mehr aus der Materie herausholen.