Die Übernahme der Film-Division von 21st Century Fox durch Disney für sagenhafte 71 Milliarden Dollar ist bereits beschlossene Sache. Dennoch darf Marvel Studios noch nicht direkt auf die von 20th Century Fox lizenzierten SUperhelden zugreifen und eigene Filme entwickeln. Kevin Feige, Präsident von Marvel Studios, sprach in einem Podcast an, warum.

Es sei nur noch eine Frage von Monaten, ließ Kevin Feige wissen

Dass das Marvel Cinematic Universe mal zum Leuchtturm innerhalb des Superheldengenres würde, hätte sich selbst Kevin Feige, Präsident von Marvel Studios und Mastermind hinter den Filmen, selbst kaum ausmalen können: "Es ist surreal", so Feige in einem Podcast. "Auf der einen Seite ist es unglaublich befriedigend. Auf der anderen Seite ist es unglaublich, wenn man bedenkt, womit wir angefangen haben. Es gab Tage, an denen ich mir nicht sicher war, ob wir Iron Man ins Kino bringen können. Es gab Tage, an denen ich dachte, Avengers wäre bloß ein Tagtraum. Und dann gab es Tage, an denen ich mich fragte, 'Nun, wohin jetzt?'."

Dass nun de facto durch den Aufkauf der Film-Division von 21st Century Fox durch Disney auch die X-Men inklusive Deadpool und Fantastic Four wieder in das Marvel Cinematic Universe integriert werden können, sieht Feige positiv. Aber momentan werde noch nicht an Projekten diesbezüglich gearbeitet, so Feige. "Man hat uns gesagt, dass es derzeit sehr gut aussieht und schon in den nächsten sechs Monaten soweit sein kann", zeigt sich der Marvel-Studios-Präsident zuversichtlich. "Das Wissen, dass die Charaktere, die zuvor noch unter Fox standen, nun zurückkehren, ist toll. Es ist gut, wenn ein Unternehmen, das all diese Charaktere entwickelt hat, nun wieder vollen Zugriff auf diese erhält. Es wäre eigentlich unüblich, wenn nicht. Marvel war lange Zeit in dieser besonderen Situation, eben keinen Zugriff auf diese eigenen Charaktere zu haben. Aber was das tatsächliche Planen angeht, haben wir noch nicht damit angefangen."

Bekanntlich befinden sich bei 20th Century Fox noch mindestens zwei Marvel-basierte Produktionen in Arbeit, die in nächster Zeit in die Kinos kommen werden: X-Men: Dark Phoenix und The New Mutants. Besonderes Letzterer ist in seiner Herangehensweise einzigartig, denn hier soll ein Horrorfilm innerhalb des X-Men-Universums entstehen. Ob es sich dabei um ein Spin-off der X-Men-Reihe handelt oder um einen eigenständigen Film, steht nicht definitiv fest. Und dann wäre da noch der oft genannte X-Force-Streifen mit Deadpool, der direkt auf Deadpool 2 folgen sollte laut Ryan Reynolds.

Es bleibt definitiv spannend, wie Marvel Studios die Charaktere in das Marvel Cinematic Universe einbinden will, wenn überhaupt.