Marvel Studios ist dabei, das Marvel Cinematic Universe auszuweiten und diverser zu gestalten. Und der nächste Schritt in diese Richtung erfolgt mit Shang-Chi, dem ersten asiatischen Superhelden des MCU.

Shang-Chi wird der erste asiatische Superheld des Marvel Cinematic Universe

Eine interessante Meldung so kurz nach Bekanntwerden, dass Netflix die geerdeten Superhelden-Serien Luke Cage, Iron Fist und Daredevil absetzt: Offenbar beeilt sich Marvel Studios mit den Vorbereitungen, einen neuen Superhelden im Marvel Cinematic Universe einzuführen, der wohl - wenn es tatsächlich so flott umgesetzt werden sollte - bereits in der Marvel Phase vier, also nach dem großen Finale namens Avengers 4 in einer neuen Superhelden-Konstellation auftreten könnte. Die Rede ist von Shang-Chi, auch bekannt als Meister des Kung-Fu.

Damit folgt Marvel Studios ganz offensichtlich einem Trend weg von allzu großen Superlativen - wie sollte man auch Thor, Iron Man und Captain America toppen? - hin zu bodenständigeren Superhelden, gern auch Frauen und/oder nicht-kaukasischen Hintergrunds. Captain Marvel wird die erste Superheldin mit eigenem Film, das lange geplante Projekt mit Black Widow schreitet ebenfalls voran, mit Chloe Zhao wurde eine Regisseurin für The Eternals verpflichtet und nun soll nach Black Panther ein asiatischer Superheld mit Shang-Chi die Leinwand erobern - zumindest, wenn es nach den Plänen von Disney und Marvel Studios geht, die den Erfolg des schwarzen Superhelden nur allzu gerne wiederholen würden.

Das Interessante an Shang-Chi, 1973 kreiert von Steve Englehart und Jim Starlin zu einer Zeit, in der das Bruce-Lee- und Martial-Arts-Fieber grassierte, ist die Tatsache, dass sein Vater niemand Geringerer als Fu Manchu ist. Abgeschieden aufgewachsen unter der Obhut seines Vaters, muss Shang-Chi später feststellen, dass sein Vater das Böse darstellt, das er zu bekämpften geschworen hat. So werden letzten Endes aus Vater und Sohn erbitterte Feinde. Das bietet wiederum genügend Stoff für eine wilde Martial-Arts-Keilerei. Tatsächlich wurde mit Dave Callaham bereits ein sinoamerikanischer Drehbuchautor verpflichtet. Callaham machte sich einen Namen mit seinen Drehbüchern zu Godzilla, der Expendables-Reihe und Doom - Der Film. Beteiligt war er auch am Drehbuch zum DC-Konkurrenzprojekt Wonder Woman 1984. Superhelden-Erfahrung hat er also. Callahams Aufgabe wird es vor allen Dingen sein, möglichst alle Klischees zu vermeiden, die den ursprünglichen Shang-Chi noch geplagt haben.

Für den Regieposten und vor allen Dingen für die Hauptrollen befindet sich das Studio derzeit auf der Suche nach geeigneten Filmschaffenden und Schauspielern. Im Gegensatz zu manch einem anderen Studio sollen hier - wie auch schon bei Black Panther - für die einzelnen Bereiche jeweils passende asiatische Darsteller und Filmemacher gefunden werden.

Wir hätten da bereits einige Namen für die Hauptrolle: Daniel Wu oder auch Iko Uwais etwa. Eines muss der Hauptdarsteller definitiv neben Kampffertigkeiten besitzen: Charisma. Sonst wird er nur der kämpfende Asiate sein.