Dieses Jahr feiert das Marvel Cinematic Universe sein zehnjähriges Bestehen. Dazu erscheint in Kürze eine Collector's Edition des bereits erschienenen Magazins Marvel Studios: The First Ten Years. Und darin spricht Präsident Kevin Feige ausführlich auch über den Casting-Prozess im Haus.

Die Hardcover-Edition von Marvel STudios: The First Ten Years sieht wirklich edel aus

Das Marvel Cinematic Universe wird in allererster Linie von der darstellerischen Leistung seiner außergewöhnlichen Schauspielerinnen und Schauspieler getragen. Kein Fan will sich noch jemand anderes als Robert Downey Jr. als Tony Stark a.k.a. Iron Man vorstellen. Scarlett Johansson als Natasha Romanoff a.k.a. Black Widow, Chris Evans als Steve Rogers a.k.a. Captain America und auch Chris Pratt als Peter Quill a.k.a. Star-Lord: sie alle sind dank der enorm erfolgreichen Marvel-Streifen auf ewig mit ihren Charakteren verbunden. Dabei war nicht jeder von ihnen vor der ihnen zugeteilten Rolle dermaßen berühmt oder erfolgreich. Chris Evans spielte in den Fantastic-Four-Flops mit und galt eher als zweitrangiger Hollywood-Darsteller, der sich in Rom-Coms und B-Movies verdingte, Chris Pratt war den meisten in erster Linie aus der Serie Parks and Recreation sowie als Ehemann von der damals noch bekannteren Anna Faris geläufig, während Robert Downey Jr. vor Iron Man noch immer als Risiko für eine Filmproduktion galt. So wie Marvel Studios hinter der Kamera jungen und erfolgshungrigen Regisseuren die Gelegenheit gibt, eine Multimillionen-Produktion zu verantworten, so trafen die Produzenten auch vor der Kamera häufig Entscheidungen, die erst belächelt und später bewundert wurden. Im Buch Marvel Studios: The First Ten Years spricht Kevin Feige, seines Zeichens Präsident des Studios, über den Casting-Prozess für ihre Filme.

"Wir casten immer für den aktuellen Film, den wir machen", so Feige, "aber wir haben auch stets ein Auge auf die Zukunft gerichtet. Als wir Chris Pratt casteten, brauchten wir den besten Star-Lord überhaupt, aber zur selben Zeit sagten wir uns, 'Wir brauchen jemanden, der eines Tages mit Robert Downey Jr. auf Augenhöhe agieren kann. Am allerersten Drehtag von Avengers: Infinity War standen Robert Downey Jr., Chris Pratt und Tom Holland zusammen. Und es war atemberaubend! Es gab einige Momente in unseren zehn Jahren hier bei Marvel Studios, in denen wir für eine Sekunde innehalten und uns selbst zwicken mussten. Das war eines dieser Momente."

Die ersten zehn Jahre markieren in gewisser Weise auch das Ende des ersten Kapitels innerhalb des Marvel Cinematic Universe. Die ersten drei Marvel-Phasen enden im kommenden Jahr mit Avengers 4. Danach wird eine neue Generation, womöglich angeleitet durch Captain Marvel (Brie Larson) in eine neue Marvel Phase durchstarten.