In einem ausführlichen Interview sprach Marvel Studios' Präsident Kevin Feige über das Marvel Cinematic Universe, das Drehbuch zu The Avengers: Age of Ultron, Ant-Man und Daredevil.

Marvel Cinematic Universe - Marvel Studios' Präsident Kevin Feige spricht über das MCU

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Daredevil ist die zweitmeistkopierte Serie überhaupt
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In der kommenden Woche ist es bereits soweit. Dann startet das womöglich größte Kinoereignis des Jahres. Die meisten Analysten gehen davon aus, dass nicht einmal Jurassic World und Star Wars: Epsiode VII - Das Erwachen der Macht toppen können, was Disney und Marvel Studios mit The Avengers: Age of Ultron erreichen könnten. Bereits Marvel's The Avengers konnte Rekordeinnahmen von über 1,5 Milliarden einnehmen. Age of Ultron kann und wird das wohl toppen. Marvel Studios' Präsident Kevin Feige kann sich also guten Gewissens hinlegen und die Zahlen abwarten. Für ihn dürfte der Erfolg sowieso nicht überraschend kommen, heißt es doch immer, Feige habe lange vor der Produktion des Marvel Cinematic Universe bereits einen roten Faden entwickelt, den die einzelnen Teams nun im Prinzip abarbeiten.

Auch das Drehbuch zu Age of Ultron gab keinen Anlass zur Sorge. "Die erste Sache, die wir sahen, war eine Ausarbeitung von ihm, die voller unglaublicher Ideen war; und ich würde sagen, falls da zehn Ideen in diesem Dokument waren, sind nun acht davon im Film, was ziemlich selten im Entwicklungsprozess ist", so Feige. "Ihr kennt sicher den Begriff Entwicklungshölle. Joss ist sehr, sehr einzigartig und sehr speziell. Die Momente mit dem Hulkbuster und all die anderen Momente, die ich hier nicht nennen werde, waren von Anfang an bis zur finalen Veröffentlichung des Films drin. Es ist auch insofern interessant, weil wir darüber sprachen, dass es nicht nötig sei, die Action aus dem ersten Film zu toppen. Wir brauchen die Action nicht zu toppen, wir brauchen das Spektakel nicht, wir wollen tiefer in die Charaktere eintauchen. Als ich dann die Ausarbeitung las, sagte ich, 'Joss, du weißt schon, dass du beides versuchst? Du versuchst beides zu toppen', und ich denke, er hat es gemeistert. Von all unseren Filmen sind hier eindeutig einige der besten Interaktionen zwischen Charakteren und zur selben Zeit auch eindeutig die größte Action, die wir jemals hatten."

Ein Gerücht besagt ja, dass der Hulk gegen Ende des Films gen All verschwindet. Aber selbst Feige ist entweder nicht in der Lage oder nicht willens, mitzuteilen, wie es für den Hulk / Dr. Bruce Banner weitergehen wird. Nicht wenige vermuten allerdings einen Auftritt bei den Guardians of the Galaxy.

Feige hat ja wie gesagt bereits seit langem einen roten Faden. Der verlangt aber auch, dass die Stars mitmachen. Im Gegensatz zum Comicgeschäft kann man einen Star nicht einfach zeichnen oder, wenn alles nichts hilft, sterben lassen und ersetzen. Oder vielleicht doch, Terrence Howard wurde nach Iron Man auch einfach sang- und klanglos durch Don Cheadle ersetzt, weil er zuviel Geld verlangte. Aber Howard spielte ja auch nur Rhodey, also keinen Hauptcharakter. Bei den eigentlichen Stars und Superhelden der einzelnen Filme sieht es dagegen schon anders aus. Tatsächlich gibt Feige zu, dass man auch für derlei Fälle vorgesorgt habe. Man habe immer unterschiedliche Storylines und alternative Wege, die man gehen könne, sollte es so sein, dass gewisse Darsteller, wie Robert Downey Jr. nicht mehr als Iron Man / Tony Stark zur Verfügung stehen sollten. Allerdings musste man bislang nicht auf einen solchen alternativen Plan zurückgreifen.

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Hank Pym und Scott Lang aus Ant-Man
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Ant-Man selbst wird ja als der Marvel Phase 2 zugehörig kategoriert, befindet sich aber thematisch außerhalb der Geschehnisse des bisherigen Marvel Cinematic Universe. Soll aber laut Feige als Brücke zwischen Age of Ultron und Captain America: Civil War dienen. In erster Linie wolle man aber Hank Pym, Scott Lang und die Technologie hinter Ant-Man einführen.

Mit Daredevil haben die Showrunner Drew Goddard und Jeff Loeb auch eine immens erfolgreiche TV-Serie auf Netflix gestartet, die nicht nur unglaublich gut und brutal inszeniert ist, sondern auch mit weiteren TV-Produktionen die Defenders einführen sollen, eine Gruppe von Einzelgängern unter den Superhelden, die gemeinsam gegen dunkle Kräfte vorgehen. Daredevil selbst ist Teil des Marvel Cinematic Universe, Pläne, die Defenders in das filmische Universum einzuführen, gebe es momentan aber keine, da man erst einmal das TV-Universum etablieren wolle.

Feige und seine Teams sind also fleissig dabei, die Kinoleinwände und Fernsehbildschirme dieser Welt mit Marvel-Stuff zu füllen. Doch zunächst darf man sich auf den 23. April freuen, dann läuft The Avengers: Age of Ultron in den Kinos.

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