Steven Spielberg sagte das Ende der Superheldenstreifen voraus und DC-Konkurrenz Zack Snyder bezeichnete Ant-Man als Eintagsfliege. Keine netten Worte, wenn man bei Marvel Studios seine Brötchen verdient. Was sagt Marvel Studios' Präsident Kevin Feige dazu?

Marvel Cinematic Universe - Kevin Feige antwortet auf Aussagen von Steven Spielberg und Zack Snyder

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Sieht noch kein Ende für das Superhelden-Genre
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Erst kürzlich verglich Star-Regisseur Steven Spielberg das Superhelden-Genre mit den Western und teilte mit, dass es auch denselben Weg gehen werde. Sprich: auch Superheldenstreifen werden über kurz oder lang ihren Zenit überschritten haben und allmählich ausgedünnt werden, bis sie ein anderes Genre verdrängt.

"Die Leute fragen mich das seit über 15 Jahren", so Marvel Studios' Präsident Kevin Feige. "In 2001, 2002, 2003 gab es zwei, drei Marvel-Streifen und ich glaube noch immer an dasselbe. Solange die, die wir kontrollieren, weiterhin so gut wie irgendwie möglich sind, ist das alles, was mich interessiert. Ich denke, wir haben eine gute Arbeit geliefert. Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Filme, die wir angekündigt haben, überraschend, anders und einzigartig sein werden. Ich habe vieles gesagt: ich glaube nicht an das Comic-Genre, ich glaube nicht an das Superhelden-Genre. Ich glaube daran, dass unsere Filme sehr vielschichtig sein können."

Spielbergs Vergleich mit Western halte er persönlich auch für keine so abwegige These. Der Fall könne zwar eintreffen, aber Western gab es 40 bis 50 Jahre lang und es kommen immer noch hin und wieder Westernfilme heraus. "Wie lange ist es her? Acht Jahre, seit Iron Man 1 herausgekommen ist, was wir als den Beginn des Marvel Cinematic Universe bezeichnen? Vielleicht wird das Superhelden-Genre noch weitere 42 Jahre andauern?"

"Captain America: Civil War könnte gar einem anderen Genre entspringen als beispielsweise The Avengers: Age of Ultron", so Feige. "Da Captain America 2: The Return of the First Avenger mehr einem politischen Thriller entsprach, denke ich, dass es einen wesentlich emotionaleren und geopolitischeren Echtweltbezug aufwies als etwa The Avengers: Age of Ultron mit der tödlichen KI, die Tony Stark erfand. Ich denke, es ist so, als würde man sagen: 'Ich weiß nicht, wieviele Buchverfilmungen man noch machen kann. Ich denke, es dürfte die Leute langsam langweilen, noch mehr Romanverfilmungen zu sehen. Ich weiß nicht, wie lange das noch gut gehen wird.'"

Und was sagt Feige zu den weniger netten Aussagen von Zack Snyder, dem kreativen Kopf des DC-Universums, wonach Superman und Batman mehr als nur einfache Superhelden darstellen und Marvel-Figuren wie Ant-Man lediglich Eintagsfliegen sein sollen? Für Feige sind alle Marvel-Filme unterschiedlich angesiedelt, sie basieren zwar auf Marvels Comics und Charakteren, aber vom Genre-Standpunkt aus betrachtet seien es völlig unterschiedliche Filme.

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