Avatar-Regisseur James Cameron übt mal wieder Kritik am Superhelden-Genre: Kurz vor dem Kinostart des heiß erwarteten (vorläufigen) Finales des Marvel Cinematic Universe lässt er wissen, dass er sich wünscht, dass der anhaltende Boom ein Ende findet.

James Cameron versteht den Craze um das Superhelden-Genre nicht

Erst im vergangenen Jahr ließ Kultregisseur James Cameron kein gutes Haar an Patty Jenkins Wonder Woman. Ausgerechnet den nach Meinung vieler einzig funktionierenden Film innerhalb des DC Extended Universe warf er vor, ein Rückschritt zu sein. Nicht aber etwa filmisch, sondern eher in Bezug auf die Darstellung einer emanzipierten Frau. Aber genauso wie sein nicht minder angesehene Kollege Steven Spielberg steht auch Cameron dem Superhelden-Genre kritisch gegenüber.

Während der Promotour zur Dokuserie AMC Visionaries: James Cameron's Story of Science Fiction wurde der Filmemacher auch zu seiner Meinung bezüglich des noch immer anhaltenden Erfolges zumindest der Marvel-Streifen befragt. "Ich hoffe, wir sehen bald Ermüdungserscheinungen bei den Avengers", so Cameron. "Nicht dass ich die Filme nicht lieben würde. Aber kommt schon, es gibt noch andere Geschichten jenseits von hyper-sexualisierten Männern ohne Familie, die zwei Stunden lang todesverachtende Dinge treiben und dabei ganze Städte in Schutt und Asche legen."

Marvel Studios' Präsident Kevin Feige ließ sich dagegen nicht ins Bockhorn jagen und ließ auf Anfrage nur wissen: "Oh, er liebt die Filme. Das ist großartig! Wow, James Cameron liebt unsere Filme! Das ist aufregend!"

Interessant allerdings, dass eine solche Aussage ausgerechnet von dem Mann kommt, der sich schwor, für den Rest seines Lebens nur noch Avatar-Filme inszenieren zu wollen. Vielleicht schwingt hier ein wenig die Angst mit, dass er mit Avatar zwei und drei an den Kinokassen untergehen könnte?