In einem Interview sprachen die Regisseure Joe und Anthony Russo darüber, warum Infinity War und Avengers 4 nicht wirklich einen Zweiteiler ergeben und warum die Produktion nicht simultan stattfand.

Die Dreharbeiten zu Avengers 4 und Infinity War fanden zeitversetzt und nicht back to back statt

Als das zweiteilige Finale zur Marvel Phase drei 2014 angekündigt wurde, hießen die Filme noch Infinity War: Part One und Infinity War: Part Two. Und so wie Avengers: Infinity War nun endete - mit einem Cliffhanger - kann man erkennen, dass sie direkt ineinander fließen sollten. In einem solchen Fall hat es sich in Hollywood durchgesetzt, die Filme entsprechend back to back, also direkt hintereinander abzudrehen. Das war bei Infinity War und Avengers 4 aber nicht unbedingt der Fall im eigentlichen SInne. In einem Interview ließen die Regisseure Joe und Anthony Russo, warum sie sich dazu entschieden hatten.

Hinzu muss man aber sagen, dass ursprünglich angedacht war, dass Captain Marvel früher startet, nämlich bereits im Sommer dieses Jahres, sowie Inhumans in die Kinos kommt, was ebenfalls nicht geschehen ist. Den Angaben Marvel Studios' zufolge soll es sich bei Infinity War und Avengers 4 entgegen der anfänglichen Informationen auch gar nicht mehr um einen Zweiteiler handeln, und das trotz des Cliffhangers. Tatsächlich soll die Handlung des aktuell dreistündigen Films Gerüchten zufolge auch Jahre nach den Ereignissen aus Infinity War spielen, um neue und junge Superhelden wie Scott Langs Tochter Cassandra Lang einzuführen.

Aber der eigentliche Grund, warum die Filme nicht back to back gedreht wurden, liegt laut den Russos in der schieren Größe der jeweiligen Produktion: "Diese Filme sind so groß und so komplex und einige Charaktere (!) sind in beiden involviert", so Anthony Russo, "dass es die Idee gab, beide einfach zu vermischen und sie in gewisser Hinsicht zu synchronisieren. Aber als wir tiefer in die Produktion gingen, erkannten wir, dass die Filme zu komplex sind, sodass es zu Unstimmigkeiten mit allen Beteiligten kam. Daher mussten wir die Produktionen trennen. Es handelt sich bei ihnen um wirklich unterschiedliche Filme und wir wollten sie daher auch als unterschiedliche Filme behandeln, indem wir sie voneinander trennten."

Die Produktion sei dennoch schwierig zu bewältigen gewesen, gestehen sie. Man habe die Filme quasi schon back to back gedreht - nach Produktionsende des einen Films fing sofort die Produktion des anderen Films an - und schließlich ein ganzes Jahr allein mit den Dreharbeiten verbracht. "Es war ein sehr, sehr intensives Jahr, ein sehr herausforderndes für uns. Gut, dass wir zu zweit sind."

Momentan sind es noch rund 153 Tage bis zum Kinostart von Avengers 4 am 25. April 2019.