Erstmals hat sich Marvel Studios' Präsident Kevin Feige zum Disney-Fox-Deal geäußert. Und offenbar will er sich vorerst keine großen Gedanken über die Möglichkeiten mit Deadpool und Co. machen.

Marvel Cinematic Universe - Das denkt Marvel Studios' Präsident Kevin Feige über den Disney-Fox-Deal

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Marvel Studios' Präsident Kevin Feige will erstmal abwarten
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Es ist nicht nur finanziell bei 52,4 Milliarden Dollar und von der Größenordnung her, die gesamte Film- und Fernseh-Division von 21st Century Fox, der größte Deal in der Geschichte des Disney-Konzerns und mit Sicherheit einer der größten Deals in der Filmbranche überhaupt, es ist auch inhaltlich enorm relevant - vor allem für Marvel Studios. Durch die Übernahme verfügt das Tochterstudio von Disney nun auch über die Rechte, die X-Men sowie Fantastic Four in die eigenen Filme zu integrieren oder gleich eigene Filme mit ihnen zu produzieren. Besonders interessant dürfte das in Hinblick auf Deadpool sein - dem wahrscheinlich interessantesten und coolsten (Anti-)Superhelden außerhalb des Marvel Cinematic Universe.

Kevin Feige bleibt realistisch

Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass sich Marvel Studios bislang noch gar nicht zu dieser für sie eigentlich glücklichen Fügung geäußert hat. Während einer Pressekonferenz für den nächsten Marvel-Streifen, Black Panther, darauf angesprochen, sagte Präsident Kevin Feige zunächst nicht viel. "Das sind große Geschäfte", so seine Antwort. "Und mit Sicherheit über meiner Gehaltsstufe."

Allerdings erklärte er wenig später, wieso er sich bislang aus der Sache hielt und kein Aufhebens darum machte: "Um die Wahrheit zu sagen, soweit ich es bislang verstanden habe, ist der Deal noch lange nicht abgeschlossen. Es gibt noch keine Kommunikation. Also denken wir auch nicht darüber nach. Wir konzentrieren uns auf all das, was wir bereits angekündigt haben. Sollte der Deal dann tatsächlich über die Bühne gehen, werden wir auch damit anfangen, uns Gedanken zu machen. Und bis dahin haben wir ohnehin genug zu tun."

Und damit hat Feige recht. Denn dieses Jahr feiert das Marvel Cinematic Universe sein zehnjähriges Bestehen. Und im Jubiläumsjahr werden gleich drei Filme in die Kinos kommen: Zunächst Black Panther am 15. Februar, gefolgt von The Avengers: Infinity War am 28. April und zuletzt Ant-Man and the Wasp am 2. August. Zudem darf man sich sicherlich auf die ein oder andere Überraschung freuen.

Allerdings ist er auch ein Mann der Untertreibung. Als sich vor Jahren die Möglichkeit bot, Spider-Man ins Boot zu holen, dessen Rechte noch immer bei Sony liegen, ließ Feige extra zwei Roadmaps für das weitere Marvel Cinematic Universe verfassen: Eines mit und eines ohne Spider-Man. Aktuell folgen wir also dem Fahrplan mit Spidey, der in Homecoming sein Solo-Stelldichein bei Marvel Studios feierte. Gut möglich, dass sich Feiges Team im Geheimen sehr wohl schon Gedanken macht. Schließlich muss die Marvel Phase Vier geplant werden.