Offenbar waren die internen Quereleien hinter den Kulissen bei Marvel wesentlich heftiger als zunächst angenommen. Und mit ein Grund war wohl Captain America: Civil War. So heißt es, dass Marvel Studios' Präsident Kevin Feige wegen dem Film fast das Handtuch geworfen hätte.

Marvel - Marvel Studios' Präsident Kevin Feige hätte wegen Civil War fast hingeschmissen

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/46Bild 1/461/46
Kevin Feige (rechts) hätte fast hingeworfen
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Bei dem gigantischen Erfolg, den Marvel Studios mit dem Marvel Cinematic Universe weltweit feiert, möchte man eigentlich meinen, bei Marvel Entertainment müssten laufend die Champagnerkorken knallen. Doch Pustekuchen. Offenbar gab es intern dermaßen unterschiedliche Auffassungen darüber, wie die Filme produziert werden sollen, dass Marvel Studios' Präsident Kevin Feige sogar hinschmeißen wollte. Es heißt, zwischen ihm und Marvel Entertainments CEO Isaac Permutter habe es schon seit Jahren gebrodelt. Doch es sei Captain America: Civil War der Russo-Brüder, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Als einer von gerade mal zwei Marvel-Filmen, die 2016 in die Kinos kommen sollen, wird ein besonderes Augenmerk auf Captain America: Civil War gelegt. Nicht ohne Grund wird der Film auch als Avengers 2.5 bezeichnet. In der Tat treffen hier so viele Superhelden aufeinander wie noch nie zuvor in einem Marvel-Film. Da können nicht einmal die beiden Avengers-Filme mithalten. Und wo viele Superhelden aufeinandertreffen, kommen auch viele Superstars zusammen. Und viele Superstars bedeuten auch wesentlich höhere Budgetkosten. Und das Budget für Captain America: Civil War soll so hoch geworden sein, dass Perlmutter und das Creative Committee es kürzen wollten. Das gefiel Feige nicht.

"New York [Sitz von Marvel Entertainment] hatte für lange Zeit das Sagen, aber hat sich Kevin Feige nicht das Recht auf mehr Autonomie verdient? Er hat dem Unternehmen Milliarden eingebracht. Warum sollte er einem 72-Jährigen Mann unterstehen, der keine Filme produziert?", so ein Insider.

Feige war dermaßen frustriert darüber, dass er bereits mit dem Gedanken spielte, Marvel Studios zu verlassen. Das konnte Disneys CEO Bob Iger natürlich nicht zulassen, immerhin ist Feige ein wahrer Goldesel. Also stimmte er einer Umstrukturierung zu. Nun untersteht Feige nicht mehr länger Perlmutter, sondern Walt Disney Studios' Vorsitzenden Alan F. Horn.

Jetzt da Marvel Studios nicht mehr länger unter dem direkten Einfluss von Perlmutter und dem Creative Committee steht, bleibt die wichtigste Frage, inwiefern sich diese Neuausrichtung auf die kommenden Filme der Marvel Phase 3 auswirken werden. Bei Captain America: Civil War und Doctor Strange, die bereits 2016 in die Kinos kommen, wird man sicher kaum etwas vom bisherigen Kurs abweichen. Anders sieht es dagegen bei den noch kommenden Filmen wie dem Zweiteiler Infinity War aus. Einige Insider sind der Meinung, es werde sich nichts ändern, während andere hoffen, Marvel Studios werde die Bedingungen und Verträge für Schauspieler lockern und mehr Gage zahlen.

Bilderstrecke starten
(60 Bilder)