Das Leinwand-Duell zwischen Marvel Comics und DC Comics ist momentan etwas unausgeglichen. Beobachtet man die Zeit ab dem neuen Comicfilm-Boom ab 2000 mit X-Men bis einschließlich 2012, so stehen die rund acht DC-Comics-Verfilmungen mit einem weltweiten Einspiel von rund 3,35 Milliarden Dollar den 26 Marvel-Comics-Verfilmungen mit einem sagenhaften weltweiten Einspiel von rund 9,23 Milliarden Dollar gegenüber. Doch das soll sich jetzt alles mit Zack Snyders Man of Steel grundlegend ändern.

Man of Steel - Wird anderen DC-Superhelden den Weg ebnen, Christopher Nolan nicht an Justice League beteiligt

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Auf ihm lastet nicht nur die Hoffnung der Menschheit, sondern auch die von Warner und DC Comics
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Denkt man an Superhelden der vergangenen Marvel-Comics-Verfilmungen, dann braucht man nicht lange zu überlegen. Ein Titel: Marvel's The Avengers, und schon hat man mindestens vier der ikonischsten Marvel-Helden. Aber auch die X-Men, Spider-Man oder der Punisher fallen einem sofort ein.

Und wenn man an DC-Comics denkt? Dann fällt dem Durchschnittspublikum, wenn überhaupt nur Batman ein. Und das zeigt sich auch im Einspiel der DC-Comics-Verfilmungen. Von den insgesamt 3,35 Milliarden Dollar, die von den Verfilmungen eingespielt wurden, verbucht die 'Dark Knight'-Trilogie von Christopher Nolan rund 2,45 Milliarden.

Darüber scheinen sich auch die Verantwortlichen bei Warner und DC im Klaren zu sein. So ruhen alle Hoffnungen nun auf dem Superman-Reboot von Zack Snyder, nachdem Bryan Singer 2006 mit Superman Returns eine spektakuläre Bauchlandung hingelegt hatte.

So sprach Jeff Robinov, Präsident der Warner Bros. Pictures Group mit Entertainment Weekly darüber, dass Man of Steel den Weg für weitere DC-Superhelden ebnen soll. Auch was die Stimmung anginge. Zudem soll die Welt von Snyders Superman so gestaltet sein, dass es durchaus glaubhaft erscheint, dass darin auch andere Helden leben könnten. Etwas, dass die Filme von Nolan aufgrund der realistischen Herangehensweise von vornherein ausschlossen.

"Ich denke, man wird in der Zukunft sehen können, dass alles in dieser Welt existieren kann. Nolans Batman war absichtlich und clever als Stand-Alone konzipiert. Die Welt, in der sie lebten, war ohne Wissen über andere Superhelden. Was Zack und Chris mit diesem Film vorhaben, ist, einem die Möglichkeit zu geben, andere Charaktere in dieselbe Welt einzuführen."

Auf die Frage, ob die 'Dark Knight'-Trilogie von Nolan für sich steht, antwortet Robinov, dass dem so ist oder besser, dass dem so war. "Wohin uns das in der Zukunft noch führt, steht auf einem anderen Blatt."

Es wäre also möglich, dass Man of Steel bereits einen Hinweis auf andere Superhelden beinhaltet. Zumindest will Warner Bros. in den nächsten Wochen etwas enthüllen, das sich auf weitere DC-Helden und mögliche Filme in der Zukunft bezieht.

Allerdings verpasst Robinov den Fans einen Dämpfer, die darauf hofften, dass Christopher Nolan in eine mögliche 'Justice League'-Verfilmung involviert sei und womöglich Christian Bale als Batman/Bruce Wayne zurückbringen könnte, Nolan werde definitiv nicht dabei sein, da er auch zu beschäftigt mit seinem nächsten Projekt, dem Sci-Fi-Streifen Interstellar sei.