Maman und Ich - Infos

Originaltitel: "Les Garçons et Guillaume, à table!".
Guillaume Gaillenne verfilmt seine One-Man-Show über seine Lebensgeschichte.

Der Originaltitel, der frei übersetzt ungefähr so viel bedeutet wie „Jungs und Guillaume, zu Tisch!“ macht es bereits deutlich – der Protagonist des Films ist nicht ganz das, was man einen Familienliebling bezeichnen würde. Seit seiner Kindheit musste der kleine Guillaume (Guillaume Gallienne in einer Selbstbesetzung) unter der ungleichen Behandlung seiner Eltern leiden, die ihn von seinen beiden Brüdern ausgegrenzt haben.

Doch das kommt nicht ganz ohne Grund: Der Jüngste in der Familie interessiert sich nicht für Sport oder entsprechende andere Pendants männlicher Begierden, wie Motorsport und Handgreiflichkeiten, und wurde so zum sprichwörtlichen „Muttersöhnchen“ herangezogen. Als Tochterersatz für die unbefriedigte Mutter erlebt er so eine recht einseitige Kindheit, in der er von Beginn an als schwul und unmännlich abgestempelt wurde.

Irgendwann hält es Guillaume, der sich bereits mit seiner Tochterrolle abgefunden hat, jedoch nicht mehr aus und der Knoten in ihm – endlich möchte er herausfinden, wer er eigentlich ist. In einer Identitätssuche auf persönlicher als auch sexueller Basis bereist er die europäische Landmasse und nimmt alle Möglichkeiten an, die sich ihm auf der Reise so bieten.

Dann jedoch kommt der Tag, der alles verändert. Auf einem neuen Internat lernt Guillaume den gutaussehenden Jeremy (Charlie Anson) kennen, in den er sich Hals über Kopf verliebt. Natürlich fußt die Begegnung nicht auf gegenseitigen Gefühlen, Guillaume ist erschüttert. Die nächsten Jahren vergehen ausgesprichen turbulent – und am Ende, mit dreißig Jahren, outet sich die besondere Persönlichkeit überraschend als heterosexuell.

Nationalität: Frankreich

Maman und Ich - Deutscher Trailer