Alice im Wunderland hat es vorgemacht: Beliebte Märchenklassiker, die Disney bereits als meisterhafte Zeichentrickfilme auf die Leinwand brachte, werden nun einer glanzvollen Politur unterzogen und kommen als Realverfilmungen mit blitzenden Spezialeffekten und selbstverständlich in 3D erneut ins Kino. Diesmal darf Dornröschen wieder in ihren 100-jährigen Schlaf fallen.

Maleficent - Die dunkle Fee - Clip: vor dem König12 weitere Videos

Und da Dornröschen im Märchen ja für ein paar Jährchen ausgeknockt ist, spielt sie diesmal nicht die Titelrolle, sondern die dunkle Fee Maleficent. Diese wird von Angelina Jolie verkörpert und was soll man anderes sagen als: Angelina Jolie passt zu Maleficent wie die Faust aufs Auge! Wir waren gespannt, wie der sexy Megastar die Rolle meistern würde und sind mehr als angetan von ihrer Performance.

Maleficent - Die dunkle Fee - Once upon a Disney-Movie

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Angelina Jolie als böse Fee "Maleficent".
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Wie in Disneys Realverfilmung zu „Alice im Wunderland“ mit Johnny Depp als verrückter Hutmacher und Helena Bonham Carter als Herzkönigin, beleuchtet „Maleficent“ das altbekannte Märchen um Dornröschen aus einem anderen Blickwinkel. Während Alice nach vielen Jahren in ein total verändertes Wunderland zurückkehrt, das düster und irgendwie gruselig anstatt bunt und fröhlich anmutet, darf in „Maleficent“ die böse Fee ihre Geschichte erzählen.

Die wirklich wahre Geschichte der dunklen Fee

Viele können sich nun denken, in welche Richtung das geht – und der Trailer verrät dies ja eigentlich auch schon: Maleficent war nicht immer böse! Sie war einst eine junge Fee, ein Mädchen vielmehr, mit starken Flügeln und großen Zauberkräften, die über die Jahre heranreiften und Maleficent zum mächtigsten Wesen in den verwunschenen Mooren und Wäldern machten.

Dort wuchs sie mit Kobolden, kleinen Elfen/Feen (engl. „pixie“) und verzauberten Bäumen auf, stets darum bemüht, das magische Reich vor den von Neid zerfressenen Menschen zu schützen, die sich an den Schätzen des Moores bereichern wollen.

Maleficent - Die dunkle Fee - Once upon a Disney-Movie

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Der Film erscheint bei uns am 29.05.2014 in den Kinos.
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Eines Tages trifft sie auf den Waisenjungen Stefan, der ihr der wahren Liebe erster Kuss schenkt. Doch Stefan findet bald Anklang bei den Menschen und kehrt der magischen Welt den Rücken zu. Bis eines Tages der König aus dem benachbarten Königreich einen erbitterten Krieg gegen Maleficent und ihre Gefolgschaft führt, bei dem er von der mächtigen Fee verletzt wird. Daraufhin fordert er ihren Tod. Wer ihm die Flügel von Maleficent bringt, darf seine Tochter heiraten und wird somit zum neuen König gekrönt.

Das schafft nur Disney: Die Märchenwelt um „Maleficent“ wirkt künstlicher als Angelina Jolie als dunkle Fee.Fazit lesen

Von Ehrgeiz getrieben wittert Stefan (Sharlto Copley) seine Chance, raubt die Flügel seiner ehemals Geliebten und wird neuer Herrscher. Erst daraufhin verflucht Maleficent – nach Rache durstend - das kurz danach geborene Königskind Aurora (Elle Fanning) mit dem bekannten Fluch, der ihr vor ihrem 16. Geburtstag den todesähnlichen Schlaf einbringen soll.

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Die Geschichte rund um Dornröschen wird neu erzählt.
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Doch damit ist Maleficents Geschichte natürlich noch nicht zu Ende. Zusammen mit ihrem Raben-Gefährten Diaval (Sam Riley), den die dunkle Fee in jedes nur erdenkliche Geschöpf verwandeln kann, begleitet sie Aurora auf Schritt und Tritt, bis zu diesem einen, verhängnisvollen Tag…

Disneys „Maleficent“ erzählt somit die Vorgeschichte, die eigentliche (etwas abgewandelte) Geschichte von Dornröschen, die durch die Abwandlungen auch dem Ende einen neuen Anstrich verpasst. Fans des alten Zeichentrickfilms oder Kenner des Märchens dürfen sich jedoch über Schnittpunkte freuen, die Disney im Film verstreut hat und somit großen Wiedererkennungswert zum Original „Dornröschen“ bieten.

Dornröschen trifft Alice im Wunderland

Der Look ist hingegen ein ganz neuer und orientiert sich an dem düsteren, fantasylastigen und recht unnatürlich wirkenden Stil von „Alice im Wunderland“ und „Die fantastische Welt von Oz“. Diese Ähnlichkeit ist kein Zufall: Regie bei „Maleficent“ führt Robert Stromberg, der bereits für die Szenengestaltung in den oben genannten Märchenverfilmungen verantwortlich war. „Maleficent“ ist seine erste Regiearbeit, die Stromberg tadellos meistert.

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Aurora (Elle Fanning) fällt in den wohlbekannten Schlaf.
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Leider gefiel uns ebendieser Stil schon bei „Alice im Wunderland“ nicht so recht, alles wirkte etwas trist, eintönig und überkünstelt. Seit seinen Zeiten im Wunderland scheint Stromberg zwar dazugelernt zu haben und bringt etwas mehr Pepp, Abwechslung und Farbe ins Spiel, doch sein Markenzeichen bleibt klar erhalten.

Wer seinen Look zuvor allerdings mochte, wird bei „Maleficent“ sicherlich seinen Spaß haben. Von der dritten Dimension raten wir indes getrost ab, die 3D-Effekte bringen nicht sehr viel, ein bisschen mehr Tiefe, aber das war’s auch schon. Diesen Film könnte man sich ebenso gut in 2D ansehen.