"Afrozirkus, Affenzirkus! Die Madagascar-Ära ist leider vorbei. Da helfen auch die spaßigen 3D-Effekte nicht weiter." - Kim Reichard

Am besten lässt sich „Magadascar 3 – Flucht durch Europa“ mit der Londoner Zirkusvorstellung im Film vergleichen, denn Zirkus Zaracoza ist nach dem Umbau durch die bekannten Freunde ein wahrer Hightech-Zirkus im Neon-Look, der kurz verzaubert, aber noch während der imposanten Vorstellung schnell seinen Charme verliert.

So tritt auch die Madagascar-Reihe in neuem Gewand auf: Mit schicker 3D-Technik und ideenreichen Spielereien sollen die Zuschauer begeistert werden. Hinter den Effekten steckt aber eine magere und stark zusammengewürfelte Handlung, die den Zauber schnell verpuffen lässt. Alles erscheint arg an den Haaren herbeigezogen und gezwungen.

Dabei wirkt die Europatour zudem leider von Cars 2 abgeguckt. Denn nicht nur die Reise durch Europa, sondern auch die episodenhafte Aufteilung im Film, die sich wohl automatisch durch den Besuch verschiedener Länder zu ergeben scheint, sowie die Verschiebung der einstigen Protagonisten vom Vordergrund ins Mittelfeld ähneln dem Pixar-Streifen.

Da hilft dann leider auch die rührende Liebesgeschichte zwischen King Julian und der emotionslegasthenischen Zirkusbärin Sonja nicht weiter. Denn sie ist zwar amüsant, wie einige wenige Stellen im Film, aber eben auch nur ein lustloser Tropfen auf einen heißen Grabstein, der besagt: „Diese Ära ist vorbei!“

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