Bella und Edward tun es. Fiona und Shrek machten es gleich mehrmals hintereinander. Milla Jovovich und Peter Jackson tun es auch. Harry Potter sowieso. Und auch Disney Pixar, Sony und Universal sind schon längst auf den Geschmack gekommen: Die Rede ist von Fortsetzungen. Darum holt Dreamworks erneut die Fortsetzungskanone aus dem Studio und feuert Madagascar 3 ins Kino. Doch diesmal ist es leider eine Fehlzündung.
Afrozirkus, Affenzirkus! Die Madagascar-Ära ist leider vorbei. Da helfen auch die spaßigen 3D-Effekte nicht weiter.FazitNach zwei überaus erfolgreichen Teilen über das skurrile Quartett aus dem New Yorker Central Park Zoo, kommt nun noch ein dritter in die Kinos. Der letzte Teil ist immerhin schon vier Jahre her und 3D-Filme sowie Fortsetzungen stürmen die Leinwände wie nichts. Klar, dass auch Dreamworks auf diesem Zug bleiben möchte. Und so kramen sie nun die lustigen Zootiere wieder hervor. Natürlich in 3D.
Leider merkt man von Anfang an, dass Madagascar 3 nur aus dem Grund heraus erschaffen wurde, Geld in die Kassen zu bringen. Es handelt sich nicht um eine Geschichte, die unbedingt erzählt werden sollte. Es gibt auch nichts, was bei den vier Freunden samt Anhängseln noch zu Ende gedacht werden musste. Vielmehr wirkt „Flucht durch Europa“ wie ein episodenhafter Rattenschwanz, der Stück für Stück an den Erfolg angehängt werden soll.
Leider fängt das Ganze schon überaus platt an: Nachdem Alex und seine Freunde glücklich in Afrika zu ihren Wurzeln zurückgekehrt sind, überfällt den Löwen das Heimweh. Er möchte zurück nach New York. Was aus seinen Eltern und den neuen Figuren aus dem zweiten Teil geworden ist, erfährt man nicht. Es scheint fast so, als wären die vier Freunde ganz allein in Afrika.
Genialer Plan: Wir kaufen einen Zoo, äh... Zirkus!Die verrückten Pinguine und Affen haben sich am Ende des zweiten Teils aus dem Staub gemacht, um Skippers Flitterwochen anzutreten. Sie sind nach Monte Carlo geflogen, mit einem Haufen Gold und Edelsteinen im Gepäck und versuchen ihr Glück im Glücksspiel. Sobald ihnen das Geld ausgeht, wollten sie zurückkommen, von ihnen fehlt aber jede Spur. Und ohne die erfinderischen Kerlchen wissen Alex & Co. nicht, wie sie zurück nach New York kommen sollen. Also machen sie sich schwimmend und zu Fuß auf den Weg ins 11.802km entfernte Monaco, um die Pinguine aufzugabeln.
Dort angekommen lösen sie natürlich ein riesiges Chaos aus, was die niederträchtige Capitaine Chantel DuBois auf den Plan ruft. Die Tierfängerin ist eine Mischung aus rothaariger Cruella DeVil und unzerstörbarem Terminator. Sie ist staatliche Tierfängerin mit Uniform und liebt es, ihre Beute als Trophäen an die Wand zu hängen. Was ihr noch fehlt ist ein Löwe. Wie praktisch, dass ihr nun ein Prachtexemplar vor die Füße läuft. Die gelenkige, rasante und zielsichere Beamtin stellt sich als knallharte Killerin und absolute Klette heraus und verfolgt unsere Helden durch ganz Europa.
Die altbekannten Charaktere treten diesmal zugunsten der neuen in den Hintergrund.Denn nach einem missglücktem Fluchtversuch treffen sie auf einen Wanderzirkus, dem sie sich – DuBois im Nacken – kurzerhand anschließen. Damit es keinen Ärger mit den Zirkusbesitzern gibt, kaufen die Pinguine prompt den gesamten Zirkus. Von dem vielen Geld hätte man auch einen Flieger nach New York chartern können, doch das wäre natürlich viel zu einfach und so ist es für die Handlung witziger. Und anstatt sich mit dem Zirkus direkt auf den Weg nach New York zu begeben, geht es erst einmal nach Rom, wo eine peinliche Zirkusvorstellung die Zuschauer verärgert.
So kann es nicht weitergehen, denkt sich Alex und hält den Zirkustieren eine Standpauke. Wenn sie in London eine super Show abliefern, würde ein Talentscout sie auf große Tour durch Amerika schicken – erster Halt New York. Deshalb müssen die Darbietungen dringend besser werden. Und so mischen Alex und seine Freunde den Wanderzirkus auf…
Regie: Eric Darnell Genre: AnimationFilmstart:
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