Seit Monaten tobt ein erbitterter Streit zwischen Warner Bros. und Regisseur George Miller über ausstehende Bonuszahlungen in Millionenhöhe. Das bekommen vor allem Mad-Max-Fans zu spüren, die die geplanten Sequels dürften damit passé sein.

Das war's dann wohl für die ursprünglich geplanten Sequels

Ende vergangenen Jahres wurde bekannt, dass sich Warner Bros. und Kennedy Miller Mitchell, die Produktionsfirma von Mad-Max-Regisseur George Miller in einem Rechtsstreit befinden. Dabei ging es um ausstehende Bonuszahlungen in Höhe von sieben Millionen Dollar, die Warner Bros. sich weigerte, zu zahlen. Als Grund wurde angeführt, dass es diese Bonuszahlung nur dann gegeben hätte, wenn Miller das Produktionsbudget von 154 Millionen Dollar nicht überschreitet, was aber bei den schließlichen Kosten von 185 Millionen Dollar der Fall gewesen sei.

"Kurz gefasst geht es um erhebliche Einnahmen für ehrliche und mühevolle Arbeiten, die sich über einen Zeitraum von über zehn Jahren für die Entwicklung des Drehbuchs, der Vorbereitung und drei Jahren an Produktion für den Film erstreckten", ließen George Miller und sein Produzentenkollege Doug Mitchell im vergangenen November per Statement verlauten. "Die harte Arbeit resultierte in einen Film, der weltweiten Erfolg erntete. Wir würden lieber weiterhin mit Warner Bros. Filme produzieren, statt mit ihnen vor Gericht zu streiten, aber nachdem wir ein Jahr lang ergebnislos versuchten, eine zufriedenstellende Lösung zu finden, mussten wir nun den Rechtsweg einschlagen, um die Dinge zu regeln."

Erbitterter Streit

Neuesten Berichten zufolge soll sich das Ganze mittlerweile zu einem erbitterten Streit entwickelt haben. Denn offenbar wurde die Budgetgrenze nur deshalb gesprengt, weil Warner Bros. laut Anklageschrift teure Nachdrehs und ein alternatives Ende verlangt haben soll. Diese kosteten insgesamt 31 Millionen Dollar, die laut der Vereinbarung aber nicht zum ursprünglichen Budget von 154 Millionen Dollar hinzugerechnet werden sollten. Warner Bros. Gegenklage behauptet dagegen, Millers Produktionsfirma sei verantwortlich für das Überschreiten des Budgets, während Warner Bros. das alternative Ende nur "vorgeschlagen, aber nicht darauf bestanden" habe.

Des Weiteren heißt es, Millers Vertrauen in Warner Bros. sei aufgrund der ausstehenden Bonuszahlungen "verspielt". In diesem Zusammenhang dürfte es ziemlich unwahrscheinlich sein, dass die eigentlich geplanten Sequels fünf und sechs überhaupt noch zustande kommen. Miller ließ Studenten bei einem Vortrag am National Institute of Dramatic Art jedoch wissen, dass die Drehbücher fertig seien. Im Grunde könnte er also jederzeit loslegen. Bei den aktuellen Entwicklungen im Streitfall dürfte das aber nicht allzu bald der Fall sein, wenn überhaupt.