Es gibt nur wenige Produktionen, die unter chaotischeren Umständen entstanden sind. Schon 2012 gedreht, wurde „Mad Max: Fury Road“ immer wieder verschoben. Ein gutes Zeichen ist das in der Regel nicht, aber das Ergebnis ist nicht weniger als furios!

George Miller hat mit seiner Rückkehr zu der von ihm erschaffenen Figur des Max Rockatansky das Unmögliche möglich gemacht. Er schließt qualitativ nicht nur an die Vorgänger an, er erfindet das Action-Genre praktisch neu! Und das auf eine Art, die modernes Action-Kino wie „Fast & Furious 7“ ziemlich alt aussehen lässt. Unglaubliche Stunts und gigantisches Spektakel, all das ist möglich, ohne dass man den Computer anwerfen muss. Was Miller hier bietet, ist echtes, erdiges, bodenständiges Kino, das mit Szenen aufwartet, bei denen man kaum glauben mag, dass sie mit echten Maschinen und echten Menschen entstanden sind – und dennoch ist es so.

Im Rausch der Bewegung

Max Rockatansky (Tom Hardy) wird von Immortan Joes Männern gejagt und auch gefangen genommen. In der Zitadelle, in der Immortan Joe mit der Herrschaft über das Wasser auch über die Menschen regiert, fristet er sein Dasein.

Mad Max: Fury Road - Die Endzeit war nie geiler!

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Einen Film wie diesen hat es lange nicht mehr gegeben!
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Bis Furiosa (Charlize Theron) mit einem Lastwagen und Begleitschutz in Richtung der Benzinstadt unterwegs ist, aber dann beschließt, in Richtung Osten zu fahren. Sie flieht vor Immortan Joe und hat etwas bei sich, das dieser unbedingt zurück will. Immortan Joe hetzt ihr mit seinen Leuten hinterher – und auf einen der Wagen ist auch Max gespannt. Eine gnadenlose Hetzjagd beginnt, bei der Max und Furiosa schon bald zusammen arbeiten müssen.

Kinetik pur!

„Mad Max 2“ gilt gemeinhin als der beste Teil der ursprünglichen Trilogie. Das Finale zeigt die Fahrt mit einem Lastwagen, während Verfolger versuchen, sich seiner zu bemächtigen. Die Idee von „Mad Max: Fury Road“ ist, dieses Finale auf fast zwei Stunden Laufzeit auszuweiten.

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Die Geschichte, die Miller präsentiert, ist minimalistisch. Er benutzt sie vor allem als Vehikel für seine elaborierten, unglaublich kreativen Action-Szenen, bei denen man im Grunde nur überrascht sein kann, dass niemand bei der Umsetzung gestorben ist.

Packshot zu Mad Max: Fury RoadMad Max: Fury Road

Über weite Passagen wird nicht geredet – hier und da mal geschrien, aber das war es auch schon. Miller erzählt über seine Bildsprache, er reduziert Film auf das, was er ursprünglich war, als die Bilder laufen lernten: ein Spektakel, das nicht durch die Narrative, sondern durch seine Bildgewalt überzeugt.

Die Figuren unterliegen einer strikten Schwarz-Weiß-Zeichnung, sowohl Max als auch Furiosa lädt Miller aber stärker auf. Sie sind beide auf der Suche nach Erlösung, beschreiten jedoch unterschiedliche Wege. Am Ende ist es so, wie es bei der mythologisch angehauchten Figur des Vollstreckers immer ist. Seine Suche geht weiter.

Mad Max: Fury Road - Die Endzeit war nie geiler!

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Mad Max: Fury Road läuft ab dem 14. Mai in deutschen Kinos.
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Tom Hardy hat’s drauf!

Für viele gibt es nur einen Max – Mel Gibson. Aber Tom Hardy reißt die Rolle an sich. Er macht sie sich zu eigen, indem er sehr genau aufgepasst hat, wie sein Vorgänger sie angelegt hat. So mancher Blick und Geste könnten auch von Gibson sein.

Hardy gestaltet sich dabei fast wie ein Chamäleon, verliert sich dabei aber nicht selbst, sondern verleiht der Rolle auch ganz eigenen Schliff.