"Eine clevere Geschichte, die den Aspekt der Zeitreise aufgreift, sich aber mehr dafür interessiert, ob ein Mensch seinem Schicksal entgehen kann – und welchen Preis er dafür bezahlen muss." - Peter Osteried

„Looper“ ist intelligentes Action-Kino, das darauf bedacht ist, den Plot nicht zu komplex werden zu lassen, aber dennoch mit den faszinierenden Gedankenspielen umgeht, die mit einer Zeitreisethematik einhergehen. Dabei ist die Zeitreise nur ein SF-Aspekt des Films, der aber die Frage befeuert, ob man letzten Endes seinem Schicksal entgehen kann. Das gilt für den alten Looper ebenso wie für den jungen – und auch für alle anderen Figuren dieser Geschichte.

Joseph Gordon-Levitt und Bruce Willis sind großartig, wobei der junge Schauspieler die Manierismen des älteren perfekt imitieren kann. Auch Emily Blunt und Jeff Daniels sind gut, die bemerkenswerteste Leistung liefert jedoch der kleine Pierce Gagnon ab, der in einer Dialogszene mit Gordon-Levitt sogar diesen alt aussehen lässt. Regisseur Rian Johnson hat den Kinderdarsteller zu Höchstleistungen angespornt.

„Looper“ ist ein exzellent gestalteter Film, der für das Publikum falsche Fährten auslegt, aber nicht seine Intelligenz beleidigt, sondern vielmehr mit passgenau in die Geschichte eingearbeiteten Überraschungen punkten kann, so dass kleinere Schwächen (z.B. Sarahs sehr gelegen daherkommendes Wissen über die Existenz von Loopers) gar nicht weiter ins Gewicht fallen.

Johnson hat seine Geschichte dabei derart im Griff, dass er das seltene Beispiel eines Films abliefert, dessen Finale nicht vorhersehbar ist. Dies ist großes Science-Fiction-Kino, einer der besten Filme des Jahres und sicherlich der interessanteste Genre-Beitrag seit Christopher Nolans „Inception“.